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Am 27. April 1851 kam Kaiser Franz Joseph I. zum ersten Mal zur Auerhahnjagd nach
Reichenau. Daraufhin beschloß man, das Reichenauer Jagdrevier der kaiserlichen
Hofjagd zu überlassen sowie das darin befindliche Jagdhaus. 1883 kaufte die Stadt Wien
die Grundstücke Knofeleben samt Jagdhaus. Das Jagdrecht blieb aber weiterhin dem
kaiserlichen Hof vorbehalten. Johannes Lanner schreibt in seinem Büchlein
"Zwischen Holzschlag und Kaiserschloß", dass sein Vater Hans Lanner
(der spätere Kammerzitherspieler) schon mit 14 Jahren auf der Knofeleben Erzherzog
Otto nach der Jagd ländliche Weisen vorspielen durfte.
Am Beginn der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts kamen die Stadt Wien und die Naturfreunde
überein, auf der Knofeleben ein "Bergsteigerheim" zu errichten. Der Bau, der neben der
alten Jagdhütte entstand, war jedoch mit großen Schwierigkeiten verbunden.
Es musste sowohl das Baumaterial wie auch die Einrichtungsgegenstände vom Depot auf
dem Scheiterplatz durch die Eng und den Promisquegraben auf die Knofeleben getragen
werden.
Am 16. Juni 1922 war es aber soweit: Der erste Bauabschnitt der
Naturfreundehütte war fertig. Wurde anfangs alles Benötigte mit einer "Kraxen"
auf dem Rücken zur Hütte getragen, erleichter die in den Jahren 1953/54
erbaute Strasse heute den Transport der Waren zur Hütte.
Der Eingang in den 40er Jahren, "ganz wie im abgebrannten Haus".
Am 8. April 2011, eine Woche vor der Saisoneröffnung, brannte das Haus
infolge eines elektrischen Schadens komplett ab. Das Löschwasser musste
mit Tankfahrzeugen hinaufgebracht werden. Es war zu wenig, um noch etwas zu
retten.
Der Verein "Die Naturfreunde" schaffte den Wiederaufbau bis April
2012 und es erfolgte die offizielle Wiedereröffnung unter dem Namen "Naturfreundehaus
auf der Knofeleben" am 6. Mai 2012.
Friedrich Haller (1874 - 1943) war Bankangestellter und auch im Buchhandel tätig.
Er stammte aus Perchtoldsdorf und war Obmann des Bauausschusses der Wiener Naturfreunde.
Zum Gedenken an seine Verdienste wurde in den 50er Jahren die vormalige Knofeleben-Hütte
nach ihm benannt.
Fritz Schöckl, 1920 - 1922
Maria Reisenauer, 1922 - 1939
Anton und Leopoldine Mies, 1940 - 1955
Friederike Rottensteiner, 1955 - 1960
Frieda Kathrein, 1960
Johannes Schmidt, 1960
Anna Riegler, 1961 - 1972
teilweise geschlossen, 1973 - 1975
Rudolf Melkes, 1976 - 1981
Eva Maria Fliedl, 1981 - 1983
Thomas Loncar, 1983 - 1985
Karoline Schopfhagen, 1985 - 1986
Verkehrsbetriebe, 1987 - 1989
Erna Kogler, 1990 - 1992
Manfred Rottensteiner, 1992 - 2000
Wilfried (Josey) Krenn, 2000 - 2004
Sabina (Auer) und Viktor (Vitsch) Krenthaller, 11/2004 - laufend
-> Unterbrechung bis Anfang April 2012 wegen Brand am 8. April 2011
-> Beginn Wiederaufbau des Naturfreundehauses im August 2011
-> Wiedereröffnung den neuen Naturfreindehauses auf der Knofeleben zu
Ostern im April 2012
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