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Sonntag, 16.6.2002            Anreise

 

17 Uhr Abfahrt in Zwettl - nachdem wir etwas mit Gewalt einen Ersatzfahrer für unser Begleitfahrzeug verpflichtet hatten. Josef Schierhuber jun. war kurzfristig erkrankt.

Die Anreiseroute wurde so gewählt, dass wir über das kleine deutsche Eck und über den Pass Thurn fuhren um zu sehen, was uns am nächsten Tag erwartet.

Genächtigt haben wir auf einem Bauernhof, beim Bamerbauer oberhalb von Mittersill Richtung Felbertauern.

 

Montag, 17.6.2002     Mittersill bis Hall/Tirol     135 km

 

7 Uhr Abfahrt in Mittersill und schon beim ersten Schaltvorgang hatte Ewald ein technisches Problem. Das Schaltseil war gerissen. Der Schaden wurde gleich in Mittersill behoben und so konnten wir den ersten Anstieg auf den Pass Thurn (1273 m) in Angriff nehmen.

Nach einer kurzen Pause folgte eine schöne Abfahrt bis Kitzbühel, wo wir uns das Zentrum anschauten und eine Kaffeepause machten. Anschließend ging es weiter schön hurtig nach Wörgl und weiter bis Kundl, wo wir von der Firma Hochstaffl zum Mittagessen eingeladen wurden. Nach der Mittagspause besuchten wir den Museumsfriedhof in Kramsach und fuhren dann weiter teils auf Bundesstraßen teils auf Radwegen bis Hall/Tirol, wo uns unser Begleiter schon um ein schönes Quartier geschaut hat. Mit dem Begleitfahrzeug fuhren wir zum Abendessen und Stadtbummel in die Altstadt von Innsbruck.

 

Dienstag, 18.6.2002     Hall/Tirol bis Nauders     140 km

 

8 Uhr Abfahrt in Hall/Tirol wieder durch Innsbruck und auch dieser Tag begann mit einer Panne. Heinz hatte in Innsbruck einen Platten am Hinterrad, der sogleich in gemeinschaftlicher Arbeit behoben wurde. Weiter ging die Fahrt durch Innsbruck und am Flughafen vorbei immer den Inn entlang Richtung Westen. Da der Tag wieder heiß wurde machten wir in einem schönen Gastgarten in Hatting Rast. Die Weiterfahrt verzögerte sich allerdings, da diesmal ein Rad von Walters Drahtesel platt war. Weiter ging die Fahrt und wir waren froh, dass wir den Radweg gefunden hatten, weil die Beschilderung nicht immer leicht zu finden war. Die Freude ließ ein wenig nach, als der Radweg durch einen Steinbruch ging. Und wie es zu erwarten war mussten wir den Straßenverhältnissen wieder einmal Tribut zollen. Heinz hatte diesmal am Vorderrad einen Platten. Als wir schon weiterfahren wollten, bemerkte auch Christian, dass es ihn auch erwischt hatte. Nun ging es bergab nach Roppen, wo wir einen Frächterkollegen besuchten und Mittagsrast machten. Mit frisch getankten Kräften ging es hurtig weiter großteils am Radweg nach Landeck und weil wir uns auf kein Lokal für eine Rast einigen konnten, fuhren wir gleich weiter zunächst am Radweg steil bergauf bis Fliess, wo wir bei einer überdachten Holzbrücke über den Inn einen kurzen Fototermin machten. In Prutz machten wir dann endlich die Nachmittagspause. Wir setzten die Fahrt auf Nebenstraßen, die auch als Radweg beschildert waren fort bis Pfunds und noch ein Stück weiter bis zur Kajetansbrücke. Ab hier begann der richtige Anstieg auf den Reschenpass, der uns nach ca. 11 Kilometern mit relativ moderater Steigung an unser Etappenziel in Nauders brachte.

 

Mittwoch, 19.6.2002     Nauders bis Klausen     153 km

 

Gleich nach dem Frühstück und einem Gruppenfoto mit der schönen Bergwelt als Kulisse machten wir uns auf den Weg um die letzten 5 Kilometer bis zur Staatsgrenze und zum Reschenpass zu überwinden. Von nun an folgte eine lange Abfahrt durch das Etschtal und den Vinschgau bis Schlanders, wo wir einmal eine Pause einlegten, um die Hände rasten zu lassen, die vom vielen Bremsen ziemlich angestrengt waren. Nun suchten wir uns den Radweg und radelten durch Obstplantagen und Weingärten bis Meran, wo wir in der Altstadt die Mittagspause machten. Der Tag war sehr heiß und so kamen wir nur wenige Kilometer bis Terlan und mussten schon wieder tanken, um die paar Kilometer bis Bozen zu schaffen. Nach einem Kundenbesuch in Bozen, zu dem wir die Getränke, die uns gereicht wurden, schon durch unseren Begleiter anliefern ließen, besuchten wir noch die Altstadt von Bozen. Trotz der großen Hitze hatten wir für diesen Tag noch nicht genug und so beschlossen wir noch bis Klausen weiter zu fahren, wo wir in dem dortigen Freibad Abkühlung suchen wollten. Es kam allerdings anders. Die Abkühlung bekamen wir schon bald nach Bozen in Form eines Gewitterregens, der uns aber gar nicht so sehr störte. Der Weg nach Klausen war allerdings weiter als wir gedacht hatten und so verzichteten wir auf das Freibad in Klausen und bezogen in einem schönen Hotel aber direkt neben der Bahn Quartier. Die Autobahn, die über uns vorbeiführte hörten wir fast nicht aber der Zug unterbrach unseren wohlverdienten Schlaf in regelmäßigen Abständen.

 

Donnerstag, 20.6.2002     Klausen bis Lienz     126 km

 

Der heutige Tag begann mit einer gemächlichen Fahrt nach Brixen. Wir besuchten einen alten Bekannten von Sepp aus seiner aktiven Zeit, der ein Wirtshaus mit Brückenwaage direkt an der Brenner Staatsstraße in Brixen hat. Heinz hat auch einen Geschäftspartner in Brixen besucht während die anderen Radler einen Streifzug durch die Innenstadt machten. Dann ging es hinauf ins Pustertal zunächst mit einem kräftigen Anstieg und dann eher flach bis leicht steigend weiter bis Brunneck, wo wir die Mittagsrast einlegten. Während wir in einem schattigen Gastgarten saßen stieg das Thermometer von 32 auf 36 Grad an. Die Elitefahrer Ewald und Michael beschlossen über den Staller Sattel (2052 m) zu fahren. Der Rest der Gruppe nahm den normalen Weg über Toblach (1219 m). Nach einer kurzen Rast an der Grenze in Sillian ging es nur noch bergab bis Lienz. In Panzendorf schauten wir uns noch die alte Holzbrücke aus dem 18. Jahrhundert an und dann fuhren wir auf dem schönen Radweg über Thal-Assling nach Lienz ins Sporthotel, wo wir unser letztes Quartier unserer Radtour bezogen. Nach dem Abendessen in der Pizzeria des Hotel Traube genossen wir noch den lauen Abend auf dem Balkon des Hotel bei einigen guten Flaschen Wein.

 

Freitag, 21.6.2002     Lienz bis Mittersill     65 km

 

Nach dem Frühstück fieberten wir der letzten großen Herausforderung unserer Tirolrunde entgegen, dem Felbertauern. Zunächst ging es auf einem sehr schönen neu angelegten Radweg eher flach bis Matrei, wo wir im Wirtshaus zur Alten Mühle eine Rast machten. Ab Matrei  ging es 14 km bergauf bis zum Feldertauerntunnelportal. Sogar ein Rudel Steinböcke betrachteten uns neugierig vom Dach einer Lawinengalerie aus, als wir die Mautstelle erreichten. Hier hatten wir uns eine Erfrischung verdient. Wir genossen das wunderbare Bergpanorama. Für die Durchfahrt durch den Tunnel mussten wir die Räder auf den Anhänger unseres Begleitfahrzeuges verladen. Auf der Salzburger Seite angekommen packten wir unsere Drahtesel noch einmal für eine rasante Abfahrt bis zum Bamerbauern in Mittersill aus. Hier war unsere Tour zu Ende und es erfolgte noch die Heimreise mit einer kurzen Rast in Mondsee. In Zwettl angekommen wurden wir mit Gulaschsuppe und Getränken im Hause Mayerhofer in Moidrams empfangen.

 

Insgesamt legten wir in 5 Tagen 619 km unfallfrei zurück.