![]() |
BROTGESCHICHTEN |
| Brotgeschichten sind Geschichten
aus dem Leben gegriffen. Für uns Menschen, heute, umfasst es das Erlebte,
von der Armut und der Verfolgung in der Kriegszeit, den Entbehrungen in der
Nachkriegszeit, die Ausbildung und die Karriere, sowie das Zusammenleben in
der Familie mit seinen schönen und auch mühevollen Seiten. Wir Christen
können auf Gott vertrauen, dass wenn wir uns auf ihn einlassen, er auf uns
schaut, uns Kraft und Zuversicht schenkt und unseren Blick für die
Notleidenden schärft. In den biblischen Brotgeschichten verhält es sich
ebenso. Jesus ist gekommen, um für die Menschen Brot zu werden. Jesus nennt
man auch ‚Brot des Lebens’. (Johannes, Kapitel 6, Vers 35, 48, 51) Brot als
religiöses Symbol und in seiner leiblichen Wirklichkeit ist in seinem Leben
ein wesentliches Element. Mit der Bitte im Vater unser – unser täglich Brot
gib uns heute - , bitten wir Gott vor allem, dass er uns auf dem Lebensweg
begleitet und uns den rechten Weg weist. Dafür zu danken, dürfen wir nie
vergessen! |
|
|
Im folgenden sind textliche Auszüge von biblischen Brotgeschichten angeführt: |
|
|
Die Psalmen, Kapitel 78 Die Geschichte Israels als Mahnung und Warnung |
|
| 12 Vor den Augen ihrer Väter
vollbrachte er Wunder / im Land Ägypten, im Gefilde von Zoan. 13 Er spaltete das Meer und führte sie hindurch, / er ließ das Wasser fest stehen wie einen Damm. 14 Er leitete sie bei Tag mit der Wolke / und die ganze Nacht mit leuchtendem Feuer. 15 Er spaltete Felsen in der Wüste / und gab dem Volk reichlich zu trinken wie mit Wassern der Urflut. 16 Er ließ Bäche aus dem Gestein entspringen, / ließ Wasser fließen gleich Strömen. 17 Doch sie sündigten weiter gegen ihn, / sie trotzten in der Wüste dem Höchsten. 18 In ihrem Herzen versuchten sie Gott, / forderten Nahrung für den Hunger. 19 Sie redeten gegen Gott; sie fragten: / «Kann uns denn Gott den Tisch decken in der Wüste? 20 Zwar hat er an den Felsen geschlagen, / sodass Wasser floss und Bäche strömten. Kann er uns auch Brot verschaffen / und sein Volk mit Fleisch versorgen?» 21 Das hörte der Herr und war voll Grimm; / Feuer flammte auf gegen Jakob, / Zorn erhob sich gegen Israel, 22 weil sie Gott nicht glaubten / und nicht auf seine Hilfe vertrauten. 23 Dennoch gebot er den Wolken droben / und öffnete die Tore des Himmels. 24 Er ließ Manna auf sie regnen als Speise, / er gab ihnen Brot vom Himmel. 25 Da aßen die Menschen Wunderbrot; / Gott gab ihnen Nahrung in Fülle. 26 Er ließ den Ostwind losbrechen droben am Himmel, / führte in seiner Macht den Südwind herbei, 27 ließ Fleisch auf sie regnen wie Staub, / gefiederte Vögel wie Sand am Meer. 28 Er ließ sie mitten ins Lager fallen, / rings um Israels Zelte. 29 Da aßen alle und wurden satt; / er hatte ihnen gebracht, was sie begehrten. 30 Noch aber hatten sie ihre Gier nicht gestillt, / noch war die Speise in ihrem Mund, 31 da erhob sich gegen sie Gottes Zorn; / er erschlug ihre Führer / und streckte die jungen Männer Israels nieder. 32 Doch sie sündigten trotz allem weiter / und vertrauten nicht seinen Wundern. 33 Darum ließ er ihre Tage schwinden wie einen Hauch / und ihre Jahre voll Schrecken vergehen. 34 Wenn er dreinschlug, fragten sie nach Gott, / kehrten um und suchten ihn. 35 Sie dachten daran, dass Gott ihr Fels ist, / Gott, der Höchste, ihr Erlöser. 36 Doch sie täuschten ihn mit falschen Worten / und ihre Zunge belog ihn. 37 Ihr Herz hielt nicht fest zu ihm, / sie hielten seinem Bund nicht die Treue. 38 Er aber vergab ihnen voll Erbarmen die Schuld / und tilgte sein Volk nicht aus. Oftmals ließ er ab von seinem Zorn / und unterdrückte seinen Groll. |
|
|
Das Evangelium nach Johannes, Kapitel 6 Die wunderbare Speisung einer Volksmenge am See von Tiberias |
|
| 1 Danach ging Jesus an das
andere Ufer des Sees von Galiläa, der auch See von Tiberias heißt. 2 Eine große Menschenmenge folgte ihm, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. 3 Jesus stieg auf den Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern nieder. 4 Das Pascha, das Fest der Juden, war nahe. 5 Als Jesus aufblickte und sah, dass so viele Menschen zu ihm kamen, fragte er Philippus: Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben? 6 Das sagte er aber nur, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er selbst wusste, was er tun wollte. 7 Philippus antwortete ihm: Brot für zweihundert Denare reicht nicht aus, wenn jeder von ihnen auch nur ein kleines Stück bekommen soll. 8 Einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm: 9 Hier ist ein kleiner Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele! 10 Jesus sagte: Lasst die Leute sich setzen! Es gab dort nämlich viel Gras. Da setzten sie sich; es waren etwa fünftausend Männer. 11 Dann nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, so viel sie wollten; ebenso machte er es mit den Fischen. 12 Als die Menge satt war, sagte er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrig gebliebenen Brotstücke, damit nichts verdirbt. 13 Sie sammelten und füllten zwölf Körbe mit den Stücken, die von den fünf Gerstenbroten nach dem Essen übrig waren. 14 Als die Menschen das Zeichen sahen, das er getan hatte, sagten sie: Das ist wirklich der Prophet, der in die Welt kommen soll. 15 Da erkannte Jesus, dass sie kommen würden, um ihn in ihre Gewalt zu bringen und zum König zu machen. Daher zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein. Die Rede über das Himmelsbrot in der Synagoge von Kafarnaum 22 Am nächsten Tag sah die Menge, die am anderen Ufer des Sees
geblieben war, dass nur noch ein Boot dort lag, und sie erfuhren, dass Jesus
nicht mit seinen Jüngern ins Boot gestiegen war, sondern dass die Jünger
allein abgefahren waren. |
|
|
Das Evangelium nach Markus, Kapitel 14 Das Mahl |
|
| 17 Als es Abend wurde, kam
Jesus mit den Zwölf. 18 Während sie nun bei Tisch waren und aßen, sagte er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten und ausliefern, einer von denen, die zusammen mit mir essen. 19 Da wurden sie traurig und einer nach dem andern fragte ihn: Doch nicht etwa ich? 20 Er sagte zu ihnen: Einer von euch Zwölf, der mit mir aus derselben Schüssel isst. 21 Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre. 22 Während des Mahls nahm er das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte: Nehmt, das ist mein Leib. 23 Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn den Jüngern und sie tranken alle daraus. 24 Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird. 25 Amen, ich sage euch: Ich werde nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu dem Tag, an dem ich von neuem davon trinke im Reich Gottes. |
|
|
Stadtpfarre St. Martin Liefering-Salzburg Text und Bild: Leitner Gerhard |
|
|
© Pfarre St. Martin Salzburg / Liefering |