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Unser Pfarrpatron - Der Hl. MartinSein Leben |
![]() St. Martin in der Kirche |
Martin wurde etwa 316 in Sabaria, dem heutigen
Szombathely, als Sohn eines römischen Tribunen geboren. Schon der Name
Martinus (zum Kriegsgott Mars gehörig) sagt aus, was der Vater mit seinem
Sohn vorhatte. So wurde er schon mit 15 Jahren - nicht ganz freiwillig - zur
römischen Armee eingezogen. Martin lehnte Krieg und Blutvergießen ab und
versuchte das Beste aus dieser Situation zu machen. In diese Zeit fällt auch
die bekannte Begegnung mit dem Bettler am Stadttor von Amiens. Martin wird getauft und quittiert den Dienst in der Armee. Er schließt sich einige Zeit dem Heiligen Hilarius, Bischof von Poitiers, an. Dann macht er sich wieder nach Pannonien auf, um seine Eltern zum Christentum zu bekehren, was ihm bei seiner Mutter auch gelang. Da Martin gegen die Irrlehre des Arius auftrat, nach der Christus nicht wesensgleich mit dem Vater, sondern von ihm geschaffen sei, wurde er zunächst aus Sabaria und später auch aus Mailand vertrieben, wohin er auf der Suche nach dem Heiligen Hilarius gekommen war, den man aus Gallien vertrieben hatte. Als der Kaiser letzterem die Rückkehr nach Poitiers gestattet hatte, folgte ihm Martin. Er führte in der Nähe der Stadt das Leben eines Einsiedlers. Als der Bischofsstuhl von Tours 371 verwaiste, wollte das Volk Martin zum Bischof haben. Mit einer List wurde er aus seiner Klause herausgelockt und im Triumphzug nach Tours geführt, wo er trotz des Einwandes einiger Bischöfe geweiht wurde. Martin blieb auch als Bischof bescheiden, offen für alle und ein Kämpfer für Einigkeit und Frieden. Er starb 397 auf einer Reise nach Chandes, wo er den Frieden unter zerstrittenen Klerikern herstellen wollte, und wurde in Tours bestattet. Wir haben den Hl. Martin als Pfarrpatron erwählt, weil er uns ein Vorbild ist als Apostel der Nächstenliebe und Mann tiefen Glaubens. Maßgebend für die Wahl dieses Heiligen war auch die Verbundenheit mit der Stadt Salzburg, die den Hl. Martin als zweiten Schutzpatron hat. Schon im Jahre 788 ist in Salzburg eine Martinskirche urkundlich bezeugt, die später aber wieder größeren Bauten weichen musste. Übrigens: Die Legende mit den Gänsen, die sein Versteck durch ihr Geschnatter verraten hätten, stammt nicht von seinem Biographen Sulpicius Severus, sondern ist jüngeren Datums. |
![]() St. Martin in der Kapelle |