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Das Hl. Sakrament der Weihe ("Ordo") |
| Das Sakrament der Weihe bedeutet, dass ein
Mensch sich ganz und gar für Christus zur Verfügung stellt. Mit seinem
ganzen Leben, mit alle seinen Fähigkeiten und Talenten, mit seiner ganzen
Zeit, auch mit seiner Schwachheit und Schuld. Der Priester will nicht in
erster Linie für sich selbst leben - er will für Christus leben. Er will
sich nicht selbst verwirklichen - er will Christus verwirklichen. Das ist
die grundlegende und wichtigste Aufgabe des Priesters: Christus
verwirklichen, Christus "repräsentieren". Durch den Priester wird Christus
gegenwärtig in seiner Kirche, der Priester ist wie ein Werkzeug, ein
Instrument in der Hand Gottes, ein Brunnen, der etwas weiterströmen lässt,
was er selbst nicht machen, nicht produzieren kann: die Gnade und das Leben
Gottes. Auch wenn die Vorbereitungen und Feier der Diakonen- oder
Priesterweihe nicht zum Lebensalltag einer Pfarrgemeinde gehören, so fällt
jeder Pfarrgemeinde doch eine große Verantwortung dafür zu, ob in ihr
geistliche Berufungen wachsen können. Wie eine Pfarrgemeinde mit ihren
Geistlichen umgeht, über sie spricht und denkt, ist solch eine wichtige
Voraussetzung dafür. Das gilt insbesondere auch für die Familie. Damit in
einer Familie ein geistlicher Beruf wachsen kann, ist es wichtig, wie sie
ihr Leben aus dem Glauben gestaltet in Gebet, Mitfeier der Gottesdienste und
Teilnahme am Leben der Pfarre. Einmal im Jahr, und zwar am 4. Sonntag der Osterzeit, begeht die Kirche den Weltgebetstag für geistliche Berufe. Dieser Tag dient dem Gebet um solche Berufe und erinnert daran, dass wir alle mithelfen können und müssen, in unseren Pfarrgemeinden ein Klima zu schaffen, dass junge Menschen sich dafür entscheiden können. |