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In den Sakramenten erinnern wir uns und bringen wir zum Ausdruck, dass Gott
in dieser Welt gegenwärtig ist. Das lateinische Wort "sacramentum" bedeutet
u. a. "feierlicher Treueid mit Hilfe eines glaubwürdigen Zeichens". In
unwiederholbarer und unüberbietbarer Weise ist Gott uns in der Gestalt des
Jesus von Nazareth nahe gekommen. An seinem Leben und Wirken können wir
erahnen, wie Gott denkt und handelt. Deshalb können wir sagen: "Jesus ist
das Ursakrament".
In der Kirche bleibt Jesus bis zu seiner Wiederkehr anwesend. Durch sie
führt Christus sein Werk fort. Der Heilige Geist belebt die Kirche und
leitet sie. So ist sie das Grundsakrament (auch Wurzelsakrament). Durch die
Kirche werden diese Zeichen der Nähe Gottes vermittelt, die wir als die
Sakramente bezeichnen. Die Kirche hat den Auftrag, die Menschenliebe Gottes
zu verkünden, zu tun und wirksam werden zu lassen. In den Sakramenten wird
dies umgesetzt; durch Zeichen und Worte wird sichtbar, hörbar und greifbar,
wie Gott durch Christus zu uns steht, uns liebt. Durch die Worte, die bei
jeder Feier der Sakramente gesprochen werden, werden die Zeichen eindeutig
als Zeichen der Liebe Christi erklärt; so wie ein Strauß Rosen zum Zeichen
der Liebe oder Versöhnung wird, wenn ich ihn mit Worten oder einer Geste der
Liebe überreiche.
Die Sakramente schließen das gesamte Leben eines Menschen ein. Sie sprechen
in entscheidenden Situationen den Menschen an. Die Zahl 7, entstanden aus
der Verbindung von 3 (Zahl Gottes / Dreifaltigkeit) und 4 (Zahl der Welt / 4
Elemente, Himmelsrichtungen) bringt symbolisch zum Ausdruck, dass Gott in
entscheidenden Situationen besonders nahe ist. Wir verdeutlichen dies mit
alltäglichen Dingen wie Wasser, Brot, Wein, Salböl, Handauflegen,
"Ja-Sagen". Wegen der besonderen Bedeutung dieser Situationen bedarf es
einer Vorbereitung auf den Empfang und bei der Spendung der Sakramente des
Festes und der Feier |