Das Ensemble des Theaterverein Thaur präsentiert:

"Thaurer Schlossspiele 2005"

 

Faust

 

von Johann Wolfgang von Goethe

 

Inszenierung: Kammerschauspieler

Prof. Helmut Wlasak

 

 

zum Stück:

Angesichts der Begrenztheit menschlicher Erkenntnis hadert Faust mit seinem Gelehrtendasein:
Trotz seines Wissens bleibt ihm verborgen "was die Welt im Innersten zusammenhält". Als der von ihm angerufene Erdgeist erscheint, der ihn höhnisch in seine Schranken verweist, sieht Faust im Selbstmord den einzigen Ausweg. Die Gesänge des Ostermorgens verhindern aber diesen Schritt.
Nun schließt Faust mit Mephisto die verhängnisvolle Wette ab: Sollte der verzweifelt um Erkenntnis ringende Gelehrte jemals einen Augenblick der Zufriedenheit erleben, gehört seine Seele dem Teufel. Im Gegenzug gewährt Mephisto dem alten Faust neue Jugend und verspricht, ihm bei seinen Unternehmungen zu Diensten zu stehen. In einem Zauberspiel lässt Mephisto die schöne Helena erscheinen. Diese Vision scheint für Faust in der Gestalt Gretchens Wirklichkeit zu werden.
In rascher Szenenfolge entwickelt sich nun die so genannte "Gretchentragödie": erste Begegnung, wechselseitige Zuneigung, Liebesnacht, Verbrechen. Gretchens Mutter stirbt an einem Schlaftrunk, Faust tötet ihren Bruder Valentin im Duell, die Verlassene tötet ihr Kind und verfällt dem Wahnsinn. Der Versuch Fausts, sie aus dem Kerker zu holen, misslingt. Aber Mephistos Urteil über Gretchen "Sie ist gerichtet" wird von himmlischen Stimmen aufgehoben: "Sie ist gerettet."
Fausts Schicksal ist damit nicht erfüllt. Er muss Mephisto folgen.

Dies alles: Geschehen auf der Bühne, Charakterisierung der Figur, Situation und Wort, hat auch seine Wurzeln im Volksstück. Das hat uns interessiert. Und weil Theater immer Risiko und Wagnis ist, aber auch durch unsere vorjährigen Erfolge ermutigt, haben wir "Faust" auf den Spielplan der " Thaurer Schlossspiele " gesetzt Was voller Einsatz und die intensivste Bemühung aller Mitwirkenden erreich hat - bitte - hier das Ergebnis.