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Galileo Galiei: (1564 - 1642) bedeutender italienischer Physiker und Astronom, der das "geozentrische Weltbild" anfechtete, das die Erde Mittelpunkt des Universums betrachtet. Wie Kopernikus befürwortete er das "heliozentrische Weltbild", bei dem die Sonne als Mittelpunkt des Universums angesehen wird. Dafür wurde ihm 1633 der Prozess gemacht.

Gestalttheorie: In der Gestalttheorie ist es üblich, Persönlichkeitsmerkmale miteinander sprechen zu lassen. Häufig entsteht ein Dialog zwischen topdog und underdog, Eltern-Ich und Kind-Ich, Ich und Leib, Ich und meiner Krankheit usw. Dem Klienten stehen dabei zwei Stühle zur Verfügung. Wenn der topdog redet, setzt er sich auf den einen Stuhl, wenn der underdog redet, auf den anderen. Der topdog ist in der Regel der Machtausübende und der underdog der Machtunterworfene, was jedoch keineswegs heißt, daß der underdog keine Macht hat, sondern häufig Gegenmacht einsetzt.

Geld:
Geld erfüllt in der modernen Wirtschaft 2 Funktionen (nach Deppe 1973):
Als Recheneinheit ermöglicht es den problemlosen Tausch unterschiedlicher Güter. Beispielsweise haben wir Appetit auf einen Apfel und verfügen über genugend Kirschen dieses Geschäft vorzunehmen. Natürlich könnten wir den Wert eines Apfels in Kirschen ausdrücken (z.B. 10 Kirschen für 1 Apfel), aber was soll unser Nachbar machen, der nur Kartoffel besitzt? Selbstverständlich ließe sich der Wert eines Apfels auch in Kartoffeln ausdrücken, aber man sieht schon wohin das führen würde, wenn jeder ein anderes Gut tauschen möchte. So ergäben sich bei 70.000 verschiedenen Artikeln schon über 2,5 Mrd. Austauschverhältnisse und das ist eindeutig zu viel. Viel einfacher ist es da natürlich den Wert aller Güter in Geld festzulegen. Wird Geld "nur" als Recheneinheit benutzt, brauchen wir noch keine Münzen und Scheine, denn in einer reinen Tauschwirtschaft wird damit nur der Wert der Tauschobjekte ermittelt. Das Kennzeichen einer modernen Kaufwirtschaft ist die Annerkennung von Geld als allgemeines Tauschmittel selbst.
Damit wird Geld selbst für Leistungen/Güter in Zahlung genommen, auch wenn es nicht als Ware verwendet werden kann. Immerhin besteht jederzeit die Chance es in Dienstleistungen oder Güter einzutauschen => Kaufkraft. Kauf und Verkauf werden in zwei voneinander unabhängige Transaktionen zerlegt, was einen entscheidenden Fortschritt gegenüber der Naturalwirtschaft bedeutet.
Problem bei Geld als Recheneinheit: siehe Inflation

Glasnost: Russisch und bedeutet Offenheit, Öffentlichkeit. Bestrebung vor allem der Russischen Regierung zu Zeiten der UDSSR ihre Entscheidungen und Zielsetzungen transparenter zu gestalten.

Globalisierung:
beschreibt die Tendez, lokale Prozesse auf einen weltweiten Rahmen auszuweiten; z.B. Unternehmen agieren auf dem Weltmarkt, weltweite Vernetzung der Kommunikation.

Governance Structure: siehe AG

Groupthink:
Tritt vorzugsweise bei Gruppenentscheidungen unter Streß, bei ungeklärten Gruppenstrukturen und schlecht organisierten Entscheidungsregeln auf und äußert sich darin, daß es zu einem voreiligen Druck auf Entscheidungen, Aussparung wichtiger Alternativen und Ausblendung der Diskussion von Risiken kommt. (Sader, M. 1991)
Es gibt unzählige Beispiele der Weltgeschichte mit fragwürdigen Gruppenentscheidungen wie z.B. die Challenger-Katastrophe, wo bekannte Probleme mit einem Dichtungsring zur Katastrophe geführt haben. Hat eine Gruppe einmal zu einer gemeinsamen Lösung gefunden, hält sie an dieser Lösung auch im nachhinein fest, wenn eine allesverändernde Informationen hinzukommen, die eigentlich zu einer Abänderung der Entscheidung führen müßten. Speziell Janis (1972, 1982, 1983) hat sich mit diesem Problem auseinandergesetzt und führt unterschiedliche normative Reglen an, die für einen positiv verlaufenden Entscheidungsprozeß führen sollen. Daneben beschreibt er auch unterschiedliche Symptome - beispielsweise ein unhinterfragter Glaube an die höhere Moral der Gruppe - von Groupthink.
Für Sader (1991) wird Groupthink immer ein unscharfer Beschreibungs-Oberbegriff ohne eigene Theorie bleiben. Letztlich geht es meist um Gruppennormen und die Unfähigkeit sie anzuzweifeln und erforderlichenfalls gegen sie zu handeln.

Grüner Tee:
siehe Tee

   
    

 
   
         
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