Kabir: 1440 - 1518; indischer Heiliger und einer der bedeutendsten Meister Indiens. Mit Kabir begann eine neue Epoche der Spiritualität für die Menschheit. Er wurde als Neugeborenes ausgesetzt und von einem kinderlosen muslimischen Ehepaar aufgezogen. Wie sein Vater gehörte er der Kaste der Weber an. Kabir wandte sich gegen die erstarrten Religionen mit ihren sinnentleerten Ritualen und prangerte die auf Reichtum und Ruhm bedachte Priesterschaft an. Sein Weg zur höchsten Spiritualität war die Erweckung der Seele und die Rückkehr zu ihrem göttlichen Ursprung durch die Verbindung mit Naam, Shabd, Bani, das Wort, die Sphärenmusik oder dem Heiligen Geist. Kabirs lebender Meister war Ramananda.
Kaffee: Pro Kopf Verbrauch in
Österreich/Jahr: 165 Liter
(Quelle: Der Standard, 23. Sept. 2004)
Kali Yuga: Im Indischen gibt es für jede menschliche Rasse vier Zeitalter die durchlaufen werden. Das letzte davon ist Kali Yuga, also das dunkle (= kali) Zeitalter, das die Nähe des Menschen zum Göttlichen/zu Gott spürbar vermissen lässt. Hierin befindet sich ein Großteil der heute lebenden Menschen. Das Göttliche hat in der Gesellschaft an Bedeutung verloren, und die Leute pflegen keine Beziehung mehr zu ihrem Ursprung. Das ist mit dunklem Zeitalter gemeint. Zwar erfreut sich die Menschheit einer verstärkten Nutzung der Logik und des Verstandes und bringt es auf verschiedenen Gebieten der äußeren Wissenschaft sehr weit, aber die innere Wissenschaft (= Spiritualität) spielt eine viele geringere Rolle als in vergangenen Zeitaltern, denn der Mensch gibt sich mit voller Leidenschaft dem Materiellen hin.
Schenkt man H.P.Blavatsky Glauben, so beträgt seine Dauer ungefähr 432.000 Jahre. So genau lässt sich das aber nicht sagen. Ein besonderes Kennzeichen dieses Zeitalters ist Egoismus, Schnelllebigkeit und Effizienz. Der Vorteil, der sich daraus ergibt ist, dass ein Mensch sich dadurch z.B. mit nur wenigen Inkarnationen viel weiter entwickeln kann, als in vergangenen Zeitaltern.
Hierarchisch gilt folgende Abfolge:
1. Das Goldene Zeitalter
2. Das Silberne Zeitalter
3. Das Bronzene Zeitalter (auch Kupfernes Zeitalter genannt)
4. Das Eiserne Zeitalter (= Kali Yuga)
Karma: Dieser Sanskrit-Ausdruck bezieht sich auf das Gesetz von Ursache und Wirkung. Es besagt, dass alles was wir denken, aussprechen und tun auf uns zurückkommt. In diesem Sinne mag man dieses Prinzip vielleicht für Bestrafung halten, aber letztlich ermöglicht es dem Menschen eine besondere Qualität des Mitgefühls freizulegen und das Ungleichgewicht, dass er verursacht hat selber wieder auszubessern. Obwohl Andeutungen auf Karma auch im heutigen Christentum enthalten sind (du erntest, was du säest), hat es beispielsweise im Buddhismus und Hinduismus in Verbindung mit dem Prinzip der Wiedergeburt eine weit aktivere und umfassendere Bedeutung. Es gibt drei Arten von Karma:
1. Sanchit Karma = "Vorratslager" an Karma; gesamtes, angehäuftes Karma all unserer bisherigen Existenzen das noch nicht Frucht getragen hat.
2. Pralabdha Karma = "Schicksalskarma"; jener Teil des Sanchit Karma, der dazu bestimmt ist im derzeitigen Leben "abgetragen" zu werden; in gewisser Weise handelt es sich dabei um selbst geschaffenes "Schicksal"
3. Kriyaman Karma = neues in diesem Leben geschaffenes Karma das durch den Einsatz unseres freien Willens zustande kommt. Einen Teil davon ernten wir bereits in diesem Leben und der restliche Teil kommt zum Sanchit Karma hinzu.
Unser Leben wird zu 75 % vom Pralabdha Karma bestimmt, das von unseren früheren Gedanken, Verlangen, Begierden, Wünschen, Neigungen, Worten und Taten abgeleitet ist. Lediglich 25 % unseres 'Schauspiels' unterliegen dem Handlungsspielraum des freien Willens, auch wenn die meisten Leute glauben alles selbst zu kontrollieren. Das vom Menschen geschaffene Karma ist durch die göttlichen Wirkungsprinzipien des Universums äußerst beständig. Schwarzmagiern sagt man nach, sie könnten den Lauf des Karma kurzfristig hinauszögern. Doch wird es sie irgendwann einmal wieder einholen um ihr Sein ins Gleichgewicht des Mitgefühls und der Liebe zurückzuführen.
Durch die unermessliche Gnade eines in Gott verwirklichten Menschen können wir in unserer Entwicklung einen weiten Sprung nach vorne machen, weil nur dieser dazu im Stande ist einen großen Teil unseres Karmas zu verbrennen. Der Meister muss dazu aber selbst in einem verkörperten Zustand auf der materiellen Ebene sein und für all die Greueltaten seines Schülers die Verantwortung übernehmen (die Schuld bezahlen), was sich sogar (kurzfristig) auf die körperliche Gesundheit des Meisters schlagen kann. Das Gegenteil von Karma ist das Prinzip der Gnade und Barmherzigkeit.
Keynes'sche Politik: Konjukturtheorie in der Volkswirtschaftslehre:
Investitionen sollen antizyklisch getätigt werden. Das bedeutet,
in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sollen die Staatsausgaben
und Steuersenkungen forciert werden (Fiskalpolitik), um so der
Wirtschaft wieder neue Impulse zu verleihen. In Keynes Theorie
ist Vollbeschäftigung das Heilmittel gegen Wirtschaftsflaute
und Rezession. Da Arbeitslose zur Verminderung von Nachfrage und
Konsum führen, kommt es auch zu einem niedrigeren Niveau
der Produktion. Das Ziel muß also die Erreichung von Vollbeschäftigung
sein.
Demgegenüber sollen in den "fetten" Jahren erfolgreichen
Wirtschaftens Rücklagen getätigt werden, um in mageren
Jahren gegensteuern zu können. Rivalisierende Einstellung
von Schumpeter 1932/87: "Den Kredit auszuweiten, wenn von
sich aus das Geschäftsleben schrumpft, ist genau so vernünftig,
wie die Kleider eines abgemagerten Patienten weiter zu machen,
in der Hoffnung, daß er dann wieder fetter wird."
In vielen westlichen Industrienationen wurde in der zweiten Hälfte
des 20. Jahrhunderts bis in die 70er Jahre diese keynes'sche Politik
betrieben. Doch das Problem dieser Politik war, daß Vollbeschäftigung
und steigender Lebensstandard stets von hohen Inflationsraten
und somit instabilen Preisen begleitet wurden. Deswegen setzteman
seit den 70er Jahren verstärkt auf den Monetarismus (Milton
Friedman). Neben dem Vertrauen auf Selbstheilungskräfte des
Marktes sieht er eine Steuerung der Geldmenge vor, um so das Marktgleichgewicht
zwischen Angebot und Nachfrage zu erhalten.
KFZ-Haftpflichtversicherung: Seit 1. Oktober 2004 gilt
in Österreich eine Mindestdeckungssumme von 3 Millionen €.
Der Arbö rät, sich auf freiwilliger Basis über
die gesetzliche Mindestdeckungssumme hinaus zu versichern, da
bei einem Verkehrsunfall mit Todesopfern die drei Millionen €
möglicherweise nicht ausreichen. (Quelle: Wirtschaftsblatt,
30. September 2004)
Kinesik: Wissenschaft, die sich mit den Körperbewegungen
befaßt. "Kine" bedeutet die kleinste wahrnehmbare
Einheit einer Körperbewegung.
(Quelle: Deibl 1995)
Kioto-Protokoll: Internationales
Klimaschutzprotokoll das verbindliche Ziele für die Verringerung
des Ausstoßes von Treibhausgasen festlegt. Treibhausgase
werden nämlich als Mitauslöser der globalen Erwärmung
angesehen, die für Wetterkapriolen wie Stürme und Dürren
mitverantwortlich gemacht wird. "Das zunehmende
Vorkommen der Treibhausgase in der Erdatmosphäre wird großteils
auf menschliche Aktivitäten (Industrie, Verkehr) zurückgeführt."
Die partizipierenden Industrieländer wollen ihre Emissionen
bis zum Jahr 2012 um sechs bis acht Prozent senken. Von Staat
zu Staat hat man sich aber zur Einhaltung ganz unterschiedlicher
Planzahlen verpflichtet. Die österreichische Politik wollte
anscheinend seine Vorreiterrolle im Umweltschutz demonstrieren
und hat ihrer Volkswirtschaft sogar eine Senkung von 13 Prozent
auferlegt. Dieses Ziel scheint aber derzeit, aufgrund des jährlich
zunehmenden Kohlendioxidausstößes im KFZ-Bereich kaum
realisierbar. Seit November 2004 zählt auch Rußland
zu den Ratifizierungsstaaten. Es will sein Emissionsniveau von
1999 nicht überschreiten. Der größte Kohlendioxidemitent,
die USA lehten es bisher ab dieses Abkommen zu unterzeichenen.
(Quelle: Der Standard, 18.11.2004)
Klimaschutzprotokoll: siehe
Kioto-Protokoll
Kognitive Dissonanz: Sie entsteht, wenn jemand unter
äußerem Druck eine Handlung ausführt, die in Widerspruch
zu seinen Einstellungen steht. Um sein Verhalten nachträglich
zu rechtfertigen bzw. Konsonanz herzustellen, ändert er seine
ursprüngliche Meinung durch Verknüpfung neuer kognitiver
Elemente. (Quelle: Festinger)
Komplementärmedizin: siehe
Alternativmedizin
Kommission: vgl. EU-Kommission
Konvergenzkriterien: 1997 beschlossen die damaligen EU-Mitgliedsstaaten
einen Stabilitätspakt zur Bekräftigung
einer stabilen europäischen Volkswirtschaft und Einheitswährung
(Euro). Mittlerweile gibt es heftige Debatten
mit Defizitsündern über die Auflockerung des Stabilitätspaktes
zugunsten von Forschungs- und Entwicklungsausgaben zur Ankurbelung
des europäischen Wirtschaftsmotors.
Die vier Konvergenzkriterien sind in Artikel 121 Absatz
1 des Vertrags über die Europäische Gemeinschaft geregelt
und müssen eingehalten werden, um an der Wirtschafts- und
Währungsunion der EU (WWU) teilnehmen zu können. Für
Großbritannien und Dänemark besteht eine Sonderregelung.
Die vier Konvergenzkriterien lauten:
1. Preisstabilität (Inflationsrate): max.
1,5 % über jener der drei stabilsten Länder der
Währungsunion
2. Finanzlage der öffentlichen Hand: Jährliche
Neuverschuldung max. 3 % des BIP (umstrittenster Punkt)
sowie Staatsverschuldung max. 60 % des BIP
3. Wechselkurs: Will ein Mitgliedsstaat dem Pakt beitreten muss
es sich am Wechselkursmechanismus beteiligen.
Seit 1999 werden Leitkurse festgelegt (WKM 2), bei denen eine
Schwankungsbreite von plus/minus 15 Prozent
erlaubt ist.
4. Langfristige Zinssätze: Langfristiger Nominalzinssatz
max. 2 % über dem drei preisstabilsten
Ländern
(Quelle: EU; Handelsblatt 07.01.2004)
Koordination: Aufgabe der Koordination
ist es, die durch die Spezialisierung
geschaffenen Teileinheiten (Spezialisten) wieder
zu einem Ganzen zusammenzufügen. Es geht um die Schaffung
eines konzeptuellen Rahmens (Strukturorganisation) in dem sich
die Teileinheiten untereinander abstimmen und der Leistungserstellungprozess
möglichst effizient ablaufen kann.
Körper: Der Mensch besteht aus mehreren Körpern ...
1. Physischer Körper:
- ermöglicht der Seele sich auf der physischen Ebene auszudrücken
2. Ätherkörper:
- Hauptfunktion: Versorgung des physischen Körpers mit Energie zu versorgen und ihn
- Integration des physischen Körpers
ins Energiefeld der Erde sowie des Sonnensystems
- Alle Manifestationen werden über die Energiefelder des Ätherkörpers mit Energie versorgt
3. Astralkörper (= Emotionalkörper):
- Wünsche und darauffolgende Handlungen
- Wahrnehmung von Emotionen, Schmerz und Genuss
- im Äther- und Astralkörper entstehen 90 % unserer Krankheiten und Probleme (Emotionen werden nicht ausgedrückt [bzw. unterdrückt] oder überbetont)
4. Mentalkörper:
- hier sind Intellekt und Verstand beheimatet
Kostenrechnung: Die Kostenrechnung beschäftig sich
unter der ständigen Berücksichtigung der Kostensituation
mit Preisentscheidung (Welcher Preis muß
am Markt erzielt werden, damit die Kosten gedeckt sind), Sortimentsentscheidung (Welche Güter/Dienstleistungen sollen am Markt angeboten
werden), Verfahrensentscheidung (Mit welchem
Verfahren sollen Güter/Dienstleistungen erstellt werden,
um die Kosten zu mininieren?) bzw. Make or Buy-Entscheidung (Sollen Güter/Dienstleistungen selbst erstellt oder zugekauft
werden?) und Kostenkontrolle (Sind die Kosten
für die erstellten Leistungen angemessen?).
(Quelle: Grohmann-Steiger/Schneider 1996)
Kresse (Gartenkresse): (Lepidium sativum L.) sehr vitaminreich; wirkt stoffwechselanregend und blutbildend, blutreinigend, appetitanregend, harntreibend, blutzuckersenkend.
Krishna: Lebte ca. 1400 v. Christus und war ein indischer Gott (Avatar). Er wird von den Hindus als achte Inkarnation Vishnu's verehrt. Seine allgemeinen Lehren sind in der Bhagavad-Gita enthalten. In seiner vorhergehenden Inkarnation kannte man Krishna unter dem Namen Rama. Es wird erzählt, dass er als Rama hinter einem Baum stehend den Bruder des Königs von Ceylon (den Bruder Brahmas) tötete. Im Sterben sagte dieser zu ihm: "Rama, ich hatte nichts gegen dich – warum tötest du mich? Du wirst leiden müssen.” Also geschah es, daß Rama in seiner nächsten Verkörperung als Lord Krishna auf die Erde kam, während der Mann, den er getötet hatte, die Gestalt eines „Bhil” (Angehöriger einer sehr niederen Kaste, fast ein Wilder) im Dschungel annahm. Lord Krishna lag im Dschungel und hatte seinen linken Fuß über das rechte Knie gelegt. Auf seinem Fuß war ein Stern zu sehen, wie er immer auf dem Fuß von Avataren oder Inkarnationen zu finden ist. Der Bhil-Jäger sah das und dachte, es sei vielleicht das Auge eines Hirsches, schoß einen Pfeil ab und traf damit den Fuß Lord Krishnas, der an der Wunde starb. Selbst Avatare bilden keine Ausnahme von der Regel des Karma, von gewöhnlichen Menschen ganz zu schweigen.
Lord Krishna's Guru war Rishi Ingrish und auch Lord Rama hatte einen Guru, namens Vashisht. Es waren verwirklichte Meister, die den Weg des Surat Shabd Yoga lehrten.
(Quelle: Kirpal Singh, 1972)
Kübler-Ross, Elisabeth: Die Schweizer Ärztin
Dr. Elisabeth Kübler-Ross beschäftigte sich mit der Thematik
der Todesforschung. Zahlreiche Stunden hat sie an Betten
"sterbender" Menschen verbracht. Sie betonte, dass der
Tod nicht zwischen arm und reich unterscheidet und es völlig
gleichgültig ist, ob man Christ, Hindu, Moslem oder ein Ungläubiger
ist, denn jeder erlebt das Gleiche im Moment des Todes. Vielmehr
kann man das Sterbeerlebnis gleich mit der Geburt setzen. Es ist
wie das Heraustreten eines Schmetterlings aus dem Konkon. Wir
sind solange im Konkon beherbergt, bis dieser irreparabel (durch
Krankheit, Herz, Mord, ...) wird und die Seele freigibt.
Kürbis: gehört zur Gattung der Beerenfrüchte.
Wer hätte das gedacht =)