Q
Quant: nicht weiter teilbares Energieteilchen, das verschieden groß sein kann (Phys.)
(Duden 1990, Das Fremdwörterbuch)

Quantenmechanik:
" ... In diesem mysteriösen Mikrokosmos entscheidet sich das Ergebnis eines Experiments erst durch die Messung. Andersherum: Bevor eine quantenphysikalische Größe gemessen wird, kann ihr Wert eigentlich alles Mögliche sein, erst durch die Interaktion mit dem Betrachter, beispielsweise durch Messung, legt sie sich auf einen - zufälligen - Wert fest. Diese Gesetzmäßigkeit konnte schon Albert Einstein nicht mit den Wahrnehmungen in seiner relativ wirklich erscheinenden Welt in Einklang bringen, was den Naturwissenschafter zu einer spirituellen Flucht nach vorne veranlaßte: 'Gott würfelt nicht!'
Experimente jedoch haben dieses Phänomen längst bestätigt. So betrachtet, stünde der Mond, wäre er ein Quantenobjekt, erst dann an seinem fixen Platz am Himmel, wenn man ihn ansieht. Zuvor wäre er da und auch nicht da, weil wo anders. Diese zufällige Existenz in verschiedenen Zuständen heißt "Superposition".
Was Einstein ablehnte, führt den US-Physiker Hugh Everett 1957 zu einem philosophischen Höhenflug. Er ging davon aus, dass der Beobachter sich in mehrere Kopien seiner selbst aufspaltet und dadurch jeden möglichen Ausgang eines Experiments sieht. Der Beobachter merkt nur deshalb nichts davon, weil jede Kopie nach der Beobachtung in ihrem eigenen, parallel existierenden Universum weiterlebt. Diese Theorie ist aber inzwischen weit mehr als nur umstritten.
(Der Standard, 17. Juni 2004)
   
    

 
   
         
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