Lebenslauf: Halbdepp.gif (7130 Byte)Die unglaublich-englische Version

Mein Lebenslauf : 60 Meter in 9,2 Sekunden

Bin geboren im Jahre 1798 in einer Scheibtruhe auf dem Fetzenmarkt in Groß-Kleindorf.
Gleich nach der Geburt: erster Schrei ( angeblich sollen dabei drei herumstehende >Leute ums Leben gekommen sein - aber das sind alles Sagen und Märchen, man kennt das ja!).
Fünf Minuten danach war die ganze Stadt auf den Beinen (bzw. Krücken und Rollstühlen), um mich zu besichtigen.
Anm.: Meine Eltern wohnten zwar in Klein-Großpichl, aber nur Groß-Kleindorf hatte damals einen Fetzenmarkt.
Am nächsten Tag in der Frühe gab es gleich einmal Alarm: Man hatte bei mir, als man mir die Windeln wechseln wollte, ein Häufchen Übelriechendes Etwas gefunden. "Er hot si aungschissn!", stellte ein waghalsiger Pionier fest. Dabei deutete er auf mein angeka.stes Hinterteil und dem sich dabeibefindlichen Drumherum. Nachdem Dasselbige entfernt war, bekam ich ein Flascherl mit oben aufgestecktem Zuzerl, randvoll mit angebrannter Milch.
Aber man hatte nicht mit meinem Instinkt für Flüssiges gerechnet. "An großn doppelten Vierstöcker, oba pur und pronto!", lallte ich . Wobei ich anmerkte: "Do schaut's Maunda, wos?".
Naja, nach dieser kleinen Anek-Tote nun weiter im Lauf:
Von da an ging alles sehr schnell. Nach 14 erlebnislosen Jahren maß ich ganze 2 Meter 48 cm, und darum wurde ich wohl auch gefirmt. Leider habe ich diesen Tag - es war der 48. März 1883- total verschlaven.
Mein, bei der selben Prozedur geschenkter Fahrradl tauschte ich bald gegen ein Moperl um. Mit dem nun setzte ich einige Zeit lang und mit geziehmendem Lärm meine nähere und weitere Umgebung in Angst und Schrecken ver. Täglich um 17 Uhr 32 begann ich meine Runden, und - wohin ich auch komme- werden sämtliche Türen und Fenster verschlossen. ( Musikant ist in der Stadt). Nach meiner Rückkehr in unsere einsam verlassene Wohnung ließ ich noch jedesmal den Motor unseres Personenliftes aufheulen, und raste mit ausserirdischer Geschwindigkeit ( bewaffnet mit Fliegerbrille und Gummiknüppel) in den dreizehnten Stock hinauf, wobei ich es in den einzelnen Stockwerken noch so richtig rattern ließ.
Naja... Entspannt wartete ich nun, was mein weiterer Lebensweg so mit sich bringen würde.......

(Wird demnächst fortgesetzt!!)

Fortsetzung:

Da käme nun einmal der Führerschein ( das Wort Lenkerberechtigung gefiele mir bedeutend besser ) . Ich bin froh, dass ich die ersten 12 Mal durchgefallen bin, denn eigentlich verstand ich bei der ganzen Verkehrsshow immer nur Bahnhof und umsteigen.
Bei der Prüfung glaubten so manche Prüflinge, dass sie mit Bestechungen leichter durchkommen würden. Fluchend kamen sie der Reihe nach aus der Schreckenskammer - die Prüfer hatten zwar die Geschenke angenommen, die Kandidaten jedoch sammt und sonders durchfallen lassen.
Hier einige ganz gefinkelte und schwierige Aufgaben, die es zu lösen gab:

  1. Wie lang ist die Liebenauer Hauptstrasse in englischen Pfund ( und warum) ?
  2. Wie sehen Rücklichter an der Vorderseite von Kfz mit einem Gesamtgewicht von unter 63 Tonnen aus?
  3. Wie schwer ist ein mit 200 kg beladener VW Käfer?
  4. Finden sie mich hübsch?
  5. Warum nicht, du Schnubbelchen?
  6. Sind sie auch Alkoholiker?
  7. Wie heisst ihre Ururururururururgrosstante mit dem Vor- und Zunamen?

Wie gesagt, ich war damals froh, durchgefallen zu sein. Nach ein paar Jahren trat ich dann noch ein paar Mal in kurz aufeinandertreffenden Zeitabständen an.
Leider musste ich dann aber meinen Job bei einer Transportfirma aufgebeben, da ich inzwischen in der Prüfungsstelle übernachten musste, so kurz wurden die Antrittsintervalle.
Auch hatte ich derweil die GVB in den Bankrott schwarzgefahren.
Übrigens liessen sich die Damen und Herren PrüferInnen jedesmal von mir nach Hause chauffieren.
So, das wäre es also gewesen.
Fertig.
Aus................................................................