SCHAUERMÄRCHENEnglish Text
Oder
Der Irrtum der Grimm - Brothers
SNOW2.gif (2692 Byte)

 

Schneewittchen sitzt auf der Couch im Wohnzimmer, nur mit einem Wintermantel bekleidet. Die fetten Haare hängen ihr in Besenform um den hübschen, eierförmigen Schädel. Sie hält einen schmachtenden Brief des fünften Zwerges in ihren mit krallenförmigen Fingern bestückten Händen.
Ab und zu lacht sie schrill und hämisch auf, wenn der Absender poetisch geworden war.
Schneewittchen gießt sich Johnny Walker in ein Bierglas und leert es in einem Zug, Genießerisch wischt sie sich den Mund mit dem Ärmel ab und schleckt auch noch den Bodensatz aus.
Dann steht sie auf, und schlüpft mit ihren schwarzen, dreckigen Füssen in ihre hochhackigen roten Lederstiefel, die sie sich im vorletzten Sommerschlussverkauf "angeeignet" hatte.
Sie lacht noch einmal schrill auf, als sie an die dumme Verkäuferin dachte, die wirklich an einen Brand geglaubt hatte.
( Wie gut, daß man Verbindungen zu Hexen und Politikern hat,denkt sie sich.)
Danach rafft sie sich auf und geht zu einen dicken, kleinen Schrank. Sie nimmt zwei verschieden Zigarettenpackungen heraus und beginnt damit, abwechselnd ketten zu rauchen. Dies ist vorläufig die einzige Energie, zu der sie sich aufraffen kann.

Nach zirka dreihunderteinunddreissig Sekunden taucht plötzlich am Fenster ihres im zweiten Stock liegenden Appartements eine Männergestalt auf, welche wild gestikulierend " Wasser marsch" schreit.
Patsch. Schon ist Schneewittchen pitschnass bis hinter die Ohren.
Nervios stehet sie auf, und bietet dem soeben eingestiegenen Feuerwehrmann einen Platz an. Dankend lehnt dieser ab. Seine Worte dabei: "Nein, lieber nich,im Sitzen kann ich nicht spritzen!" Unverzüglich beginnt er, die Einrichtungsgegenstände in den Müllschlucker zu stopfen.

Es klopft an der Wohnungstür. Es ist der Hotelmanager, der um eine Tasse Zucker anfrägt.Er bekommt vom Anstreicher, der soeben die Trinkgläser fertig bemalt hatte, einen Kaffeelöffel Meersalz mit den hämischen Worten: "Hahah, angeschmiert mit Sandpapier!" Inkomodiert geht der Mänätscher durchs Fenster ab.

Inzwischen ist es Sommer geworden, und Schneerosenrot reißt sämtliche fenster ein und aus. Rosenwittchen veranstaltet derweil ein gemütliches Lagerfeuer auf der echt perischen Brücke, auf der eine Perücke von einem Iraner lag.
Der Hauptgag dieser Fete ist, daß jeder, der die Wohnung betritt, eine Spielkarte von Fred. Pistutnik's Söhnen erhält.Diese muß derjenige dann in ein Kartenhaus auf einem Tisch vor einschaltetem Venti Lator einbauen. Mißlinget dieses, so muß derjenige eine halbe Stunde auf brennenden Holzscheiten vor dem Kamin knien.

Derdieweil ist auch das rotbekäppte Chen eingetroffen und sitzt auf den Knien eines Parkbankgeneraldirektorstellvertreteraufpassers, und marianisiert. So ein armes Hascherl!

Die Partie ist aus, und dort läuft die Maus, ....... doch da kommt noch Einer nach dem letzten gegangenwordenen Gast.
Es ist der Exekutor mit seinem Kuckuck. Der wiederum fliegt herum und setzt sich auf Fräulein Holles Ausschnitt. Nachdem die Höflichkeitsfloskeln ausgetauscht worden waren, ging es an's Feilschen:
Der Exi bot 17, Hollie hielt 3 dagegen. Schließlich einigten sie sich darauf, gemeinsam aus dem Fenster zu springen, und wer sich mehr verletzte, mußte blechen.
Keiner blechte.
Beide Hälse waren gebrochen.
Der Kuckuck wanderte ins Pfandleihhaus.

Da!.... Plötzlich!... Was kommt da angeschwebt?! Es ist die gute Nuschelfee, die Hostess vom Schlaraffenland, und küsst dem Autor dieser wenigen Zeilen die Zehen. Darauf fällt sie, genauso wie derselbige, in..... Ohnmacht.