Ausbauzustand der Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich


Grundlage des Autobahnnetzes in Österreich ist die überregionale Funktion als Hochleistungsstraße. Durch die Lage Österreichs in der Mitte Europas haben die Autobahnen nahezu den ganzen internationalen Transitverkehr aufzunehmen.
Autobahnen (ohne Nummernbezeichnung) mit einer Gesamtlänge von 760 km wurden in Österreich erstmals in den Bundesstraßengesetznovellen 1954 und 1958 definiert. Dabei handelte es sich um die West- und Südautobahn mit inklusive einiger kurzer Zubringerstrecken. 1964 erfolgte die Erweiterung der geplanten Strecken auf eine Gesamtlänge von 1090 km. Das heute bestehende Grundnetz besteht letztlich auf den Vorgaben aus dem Bundesstraßengesetz von 1970. Mit dem am 15.01.2002 veröffentlichten Bundesverkehrswegeplan wurde das hochrangige Bundesstraßennetz neu geordnet.

Autobahn

Bundesl.

in Betrieb [m]

in Bau [m]

geplant [m]

insgesamt [m]

A 1 West

W

2.715

 

 

2.715

 

142.749

 

 

142.749

 

114.980

 

 

114.980

 

Sbg

31.529

 

 

31.529

 

Ges.

291.973

 

 

291.973

A 2 Süd

W

1.378

 

 

1.378

 

78.655

 

 

78.655

 

Bgl

14.385

 

 

14.385

 

Stm

133.641

 

 

133.641

Zubringer Graz-Ost

Stm

4.075

 

 

4.075

 

Ktn

140.649

 

 

140.649

 

Ges.

372.783

 

 

372.783

A 3 Südost

117.340

 

 

17.340

 

Bgl

2)  15.353

 

6.000

21.353

 

Ges.

32.693

 

6.000

38.693

A 4 Ost

W

7.322

 

 

7.322

 

30.798

 

 

30.798

 

Bgl

28.241

 

 

28.241

 

Ges.

66.361

 

 

66.361

A 5 Weinviertel   15)  

 23.500

34.052

57.552

A 6 Nordost (früher Pressburger) Bgl

15.840

   

15.840

6.160

   

6.160

  Ges.

22.000

   

 22.000

A 7 Mühlkreis

326.831

 

 

26.831

A 8 Innkreis

76.032

 

 

76.032

Zubringer Ried/I.

1.410

 

 

1.410

 

Ges.

77.442

 

 

77.442

A 9 Pyhrn

4)  59.968

 

 

59.968

 

Stm

5170.052

 

 

170.052

 

Ges.

230.020

 

 

230.020

A 10 Tauern

Sbg

6)  108.417

 

 

108.417

Zubringer Pongau

Sbg

3.680

 

 

3.680

 

Ktn

6)  74.487

 

 

74.487

Spange Seeboden-Lendorf

Ktn

6.125

 

 

6.125

 

Ges.

192.709

 

 

192.709

A 11 Karawanken

Ktn

721.243

 

 

21.243

A 12 Inntal

T

8)  145.500

 

 

145.500

Zubringer Reschenpass

T

7.820

 

 

7.820

Zubringer Fernpass

T

 

 

5.000

5.000

 

Ges.

153.320

 

5.000

158.320

A 13 Brenner

T

34.501

 

 

34.501

Spange Wilten-Bergisel

T

1.505

 

 

1.505

 

Ges.

36.006

 

 

36.006

A 14 Rheintal

Vbg

9)  61.367

 

 

61.367

Zubringer Bregenz

Vbg

2.006

 

 

2.006

 

Ges.

63.373

 

 

63.373

(A 15 Bodensee)

Vbg

später in Bodensee Schnellstraße S 18 umgeplant

(A 20 Wiener Gürtel)

W

heute Teil der A 23 (AS Landstraße - Kn. Kaisermühlen);
sollte einmal mit der A 22 eine innerstädtische Ringautobahn bilden (Verlauf großteils heutige B 221)

A 21 Wiener Außenring

10)  38.243

 

 

38.243

A 22 Donauufer

W

10.605

 

5.048

15.653

Nordbrücke

W

3.460

 

 

3.460

 

11)  19.720

 

 

19.720

 

Ges.

33.785

 

5.048

38.833

A 23 Südosttangente Wien

W

15.286

 

7.953

23.239

Zubringer Altmannsdorf

W

1.686

 

 

1.686

Zubringer Landstraße

W

782

 

 

782

 

Ges.

12)  17.754

 

7.953

25.707

A 24 Verbindungsspange Rothneusiedl   17) W    

2.600

2.600

(A 24 Nordosttangente Wien)

W

ehem. geplante Verlängerung der A 23 Richtung Nordosten - besteht heute als Teil der A 23 und S 2

A 25 Welser (früher Linzer)

19.734

 

 

19.734

A 26 Linzer     16)  7.533 7.533

(Voralpen [keine Nummer vergeben])

OÖ/NÖ

Studie einer Autobahnverbindung vom Voralpenkreuz (A1/A8/A9) über Steyr nach Amstetten (A1)

(Zillertal ["Alemagna"; keine Nummer vergeben])

T

Projekt einer Autobahnverbindung von Venedig bis zur Anbindung an die A 12 - mehr dazu hier

Gesamtlänge Autobahnen

A

1.696.270

23.500

68.186

1.787.956

 

1) Die A 3 sollte ursprünglich von der A 20/AS Landstraße südwärts verlaufen; später Anbindung an die A 2 bei Guntramsdorf.
2) 3,5 km 2-streifig; derzeit 2-streifiger Zubringer zur Grenze Klingenbach (großteils kreuzungsfrei)
3) Die A 7 sollte bis zur tschechischen Grenze verlaufen; heute Planung vom Ende der A 7 bis zur tschechischen 
Grenze als S 10 mit Autobahnquerschnitt.
4) Bosrucktunnel (1,9 km), Lainbergtunnel (2,5 km) und Tunnelkette Klaus (7,5 km) im Halbausbau; 2. Röhre Lainbergtunnel bis 2008
5) Bereich Bosrucktunnel (4,8 km) und Gleinalmtunnel (8,3 km) im Halbausbau.
6) Tauerntunnel (6,4 km) und Bereich Katschbertunnel (6,5 km) im Halbausbau (Vollausbau bis 2010).
7) Karawankentunnel (öst. Teil 4,4 km) im Halbausbau.
8) Roppener Tunnel (5,1 km) im Halbausbau (Vollausbau bis 2008).
9) Pfändertunnel (6,7 km) im Halbausbau (2. Röhre geplant)
10) Die A 21 sollte einen Dreiviertel-Ring bilden. Es wurde nur der Südwestquadrant gebaut, der Südostquadrant ist 
heute als S 1 in Bau, der Nordostquadrant als S 1 in Planung. Als Nordwestquadrant zur Vollendung des 
Außenringes war die S 43 geplant.
11) Die A 22 sollte bei Korneuburg in die S 3 übergehen; heute Ende bei Stockerau (B 303/S 5).
12) Die A 23 bildete ursprünglich nur den Abschnitt Knoten Inzersdorf bis Knoten Arsenal der A3; durch Auflösung der 
A 20, A 24 und A 3 im Wiener Stadtgebiet Zusammenlegung der 4 Abschnitte zur A 23.
13) 1999 wieder in das Bundesstraßengesetz aufgenommen
14) 1999 wieder als B 307 (mit Autobahnquerschnitt) in das Bundesstraßengesetz aufgenommen; seit 2002 A 6
15) 2006 wieder in das Bundesstraßengesetz aufgenommen.
16) Davon ca. 5,5 km in Tunnel; 1. Teilabschnitt 4,8 km in Detailplanung.
Mit dem Bundesstraßengesetz von 1970 wurden zusätzlich zu den 25 Autobahnen etwa 30 Schnellstraßen mit einer Gesamtlänge von 1270 km ausgewiesen. Die Schnellstraßen sollten als Ergänzung zu den Autobahnen errichtet werden sowie in Ballungsräumen den Verkehr entflechten, wobei ein Endausbau mit Autobahnquerschnitt vorgesehen war. Bei der Breite der Fahrbahn, Kurvenradien, den Abständen und der Ausgestaltung von Abfahrten galten für Schnellstraßen jedoch tolerantere Standards.
Von den über 30 Schnellstraßenprojekten wurden nur wenige verwirklicht, davon die meisten Strecken mit einem Sparquerschnitt. Mitte der 90er-Jahre wurden einige der alten Projekte wieder neu in das Gesetz aufgenommen (mit B3xx-Bezeichnung; teilweise mit Autobahnquerschnitt). Im Generalverkehrsplan 2002 erhielten einige dieser Strecken wieder eine Bezeichnung als Schnellstraße bzw. Autobahn. Weitere vier Strecken (S3, S8, S34, S37) wurden in der Novelle zum Bundesstraßengesetz 2006 definiert.
Liste und Karte der ehemals (Anfang der 70er-Jahre) bestehenden Schnellstraßenprojekte und der geplanten Wiener Stadtautobahnen 1970

Bundesschnellstraße

Bundesl.

in Betrieb [m]

in Bau [m]

geplant [m]

insgesamt [m]

S 1 Wiener Außenring

W

6.027

 

3.900

9.927

 

12.455

 23.500

10.872

46.827

 

Ges.

18.482

 23.500

14.772

56.754

S 2 Wiener Nordrand

W

10)  4.252

 2.700

 

6.952

S 3 Weinviertel

998

 

 11)  43.221

44.219

S 4 Mattersburger

1)  5.036

 

 

5.036

 

Bgl

2)  11.908

 

 

11.908

 

Ges.

16.944

 

 

16.944

S 5 Stockerauer

3)  44.517

 

 

44.517

S 6 Semmering

26.853

 

 

26.853

 

Stm

4)  78.441

 

 

78.441

 

Ges.

105.294

 

 

105.294

S 7 Fürstenfelder

Stm

 

 

15.900

15.900

 

Bgl

 

 

12.800

12.800

 

Ges.

 

 

28.700

28.700

S 8 Marchfeld     30.000 30.000

S 10 Mühlviertler

 

 

37.100

37.100

S 16 Arlberg

T

5) 34.103

 

 

34.103

 

Vbg

6) 28.102

 

 

28.102

 

Ges.

62.205

 

 

62.205

S 18 Bodensee

Vbg

 

 

7)  6.242

6.242

S 31 Burgenland

Bgl

8)  50.790

 

15.300

66.090

S 33 Kremser

930.000
(21.000)

 

5.000

26.000

S 34 Traisental    

15.000

15.000

S 35 Brucker

Stm

28.996

6.772

 

35.768

S 36 Murtal

Stm

37.395

 

22.000

59.395

S 37 Klagenfurter Ktn

12)  18.000

 

23.387

41.387

  Stm    

22.000

22.000

  Ges.

18.000

 

45.387

61.387

Gesamtlänge Bundesschnellstraßen

A

427.873

32.972

262.722

704.567

 
1) 3 km nur im Halbausbau hergestellt.
2) Gesamte Strecke nur im Halbausbau hergestellt.
3) 28 km mit Autobahnquerschnitt, Rest 2-streifig
4) 4,8 km nur im Halbausbau hergestellt, Ausbau bis 2008
5) 22 km nur im Halbausbau hergestellt (darunter der Arlbergtunnel).
6) 12 km nur als 2-streifige Straße, 12 km im Halbausbau hergestellt (darunter der Arlbergtunnel).
7) Bau als 2-streifige Straße geplant.
8) 6,5 km nur als 2-streifige Straße, 23 km im Halbausbau, 7,5 km als 4-streifige Straße ohne Mittentrennung hergestellt.
9) Nach Bau der Donaubrücke Traismauer mit Verbindung zur S 5 wird der Teil Traismauer bis Krems-Süd (Länge ca. 9 km) als S 33 aufgelassen (dann Landesstraße mit Autobahnquerschnitt)
10) Strecke dzt. nur mit niveaugleichen Kreuzungen ausgeführt
11) Wird wegen nicht ausreichendem baulichem Standard noch nicht als Schnellstraße geführt.
12) Davon ist nur der Abschnitt Klagenfurt-Nord bis St. Veit-Nord (Länge ca. 18 km) offiziell als Schnellstraße ausgewiesen. Die restliche schon kreuzungsfrei ausgebaute Strecke muss erst baulich adaptiert werden.

 
 

Bis zum 31. März 2002 bestehende B3xx-Strecken des höherrangigen Straßennetzes
Die nachfolgend genannten Straßen gehörten ebenfalls zum hochrangigen Straßennetz. Die gelb gekennzeichneten Strecken sollen mit Autobahnquerschnitt ausgebaut werden und wurden daher mit 1. April 2002 zu künftigen Autobahnen bzw. Schnellstraßen erklärt. Die übrigen Strecken wechselten in die Verwaltung der jeweiligen Bundesländer. 2006 wechselten die orange gekennzeichneten Strecken wieder in das Bundesstraßennetz.

Nr.

Name

km

Verlauf

B 301

Wiener Südrand Straße

25

Knoten Vösendorf (A 2, A 21) – Knoten Schwechat (A 4) – Wien [Albern – Lobau/Ölhafen (B 305) NEU S 1; Lobau/Ölhafen (B 305) – Knoten Kaisermühlen (A 22, A 23)] – NEU A 22

B 302

Wiener Nordrand Straße

12

Wien [Hirschstetten (A 23, B 3 d) – Süßenbrunn] – Deutsch-Wagram (B 305) – NEU S 2

B 303

Weinviertler Straße

47

Stockerau (A 22, B 304) – Hollabrunn – Staatsgrenze bei Kleinhaugsdorf (CZ)  – 2006 NEU S 3

B 304

Stockerauer Straße

45

Stockerau (A 22, B 303) – Krems (B 3, B 37) – NEU S 5

B 305

Wiener Nordostrand Straße

37

Wien [Lobau/Ölhafen (B 301)] – Großenzersdorf – Raasdorf – Deutsch-Wagram (B 302) – Großebersdorf (A 5, B 7) – Leobendorf (A 22, B 3) – NEU S 1

B 306

Semmering Ersatzstraße

12

Maria Schutz – Mürzzuschlag-Ost; durch die S 6 ersetzt und damit 2005 aufgelöst

B 307

Parndorfer Straße

20

Staatsgrenze bei Kittsee (SK) – Kittsee (B 50a) – Parndorf (A 4, B 50) – NEU A 6

B 308

Klingenbacher Straße

6

Wulkaprodersdorf (A 3, B 16) – Staatsgrenze bei Klingenbach (H)  – NEU A 3

B 309

Steyrer Straße

17

Enns (A 1) – Steyr (B 115, B 122a)

B 310

Mühlviertler Straße

37

Unterweitersdorf (A 7, B 125) – Freistadt – Staatsgrenze bei Wullowitz (CZ) – NEU S 10

B 311

Pinzgauer Straße

94

Bischofshofen (A 10) – Zell/See – Lofer (B 178)

B 312

Loferer Straße

64

jetzt B 178

Das Land Tirol lehnte es aus verkehrspolitischen Gründen ab, diese Straßen in das hochrangige Straßennetz aufzunehmen.

B 313

Seefelder Straße

21

jetzt B 177

B 314

Fernpass Straße

74

jetzt B 179

B 315

Reschen Straße

46

jetzt B 180

B 316

Arlberg Ersatzstraße

8

Pians – Flirsch; durch die S 16 ersetzt und damit 2006 aufgelöst

B 317

Friesacher Straße

88

[Judenburg (S 36) – Scheifling NEU zur S 36] Scheifling – Neumarkt – Friesach – St. Veit/Glan – Klagenfurt/Nord (A 2, B 83) – 2006 NEU S 37

B 318

Himberger Straße

18

jetzt B 233; Schwechat (B 301) – Himberg – Ebreichsdorf (A 3)

B 319

Fürstenfelder Straße

29

Riegersdorf (A 2) – Fürstenfeld – Staatsgrenze bei Heiligenkreuz (H) – NEU S 7

B 320

Ennstal Straße

78

Altenmarkt/Pongau (A 10) – Radstadt – Schladming – Trautenfels – Liezen – Selzthal (A 9, B 146)

B 335

Brucker Ersatzstraße

9

Stausee – Röthelstein; wird durch die S 35 ersetzt

zuletzt geändert: 20.11.2007


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