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Die Rolle der Autobahn - Ansichten und Einsichten |
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gestern und heute |
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| Autobahnen gelten als Synonym für Mobilität schlechthin. Mit keiner anderen Verkehrseinrichtung ist es möglich, große Entfernungen in kurzer Zeit zu überwinden, ohne an Zeitpläne gebunden und auf die Unterstützung andere Personen angewiesen zu sein. Das Bild dieser Form der Mobilität hat sich aber gewandelt. | ||||||||||||||
| Von der Romantik zur Qual | ||||||||||||||
| In Zeiten, wo das Auto
ein teurer Luxusgegenstand für wenige war, galt Mobilität als Statussymbol.
Das "Fahrvergnügen" konnten sich nur wenige gönnen und wurden von den
anderen beneidet. Die Autobahn wurde anfänglich als versnobte Idee der
Neureichen angesehen, die sich nun damit die Zeit vertreiben konnten,
sinnlos in der Gegend herum zu fahren. Autobahnen
wurden auch dazu gebaut, um den Reisenden die
Schönheit der Landschaft vor Augen führen zu können. Das Auto ist heute zum "Lebensmittel" geworden, Verkehr wird vorwiegend als Last empfunden - von Fahrern wie von Anrainern der Verkehrswege. Es sind stets zu viele Leute unterwegs, um am Fahren durch eine schöne Landschaft noch ein Vergnügen zu empfinden. An immer mehr Autobahnabschnitten entstehen Lärmschutzwände, die den Blick endgültig unmöglich machen. Im Extremfall werden Autobahnen sogar eingehaust, um den Verkehr "unsichtbar" zu machen. Losgelöst von der Landschaft werden Verkehrsströme durchgepumpt wie Öl durch Rohrleitungen. Verkehrsbeeinflussungsanlagen suggerieren eine Kontrolle, die es in der Praxis selten gibt. Die Fahrt auf der Autobahn bedeutet so Stress oder reizlose Routine. |
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zuletzt geändert: 03.06.2004
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