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| Nachfolgender Aufsatz erschien in der Zeitschrift "Der Straßenbau", Jg. 27/Nr. 5 (1936) | |||||
| Bericht über die Trans-Europastraße "London — Istanbul" |
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Nach einem Bericht des Generalsekretärs des Internationalen Ständigen Verbandes der Straßenkongresse Le Gavrian in der "Zeitschrift des Internationalen Ständigen Verbandes der Slraßenkongresse" Nr. 102, Dezember 1935, tagte die Konferenz über die Trans-Europastraße "London-Istanbul" vom 10. bis 14. September 1935 in Budapest. Zu dieser Konferenz war außer den beteiligten Regierungen die Verkehrskommission des Völkerbundes geladen. Die Planung einer europäischen Durchgangsstraßennetzes soll nicht nur die im besten Zustand befindlichen Strecken aneinanderreihen, sondern soll die am meisten durch Auto und internationaler! Krafttransport beanspruchten Straßen erfassen. Der sicheren und schnellen Verbindung wegen füll diesen Straßen betreffs Umbau, Bau und Unterhaltung von den zuständigen Behörden besondere Aufmerksamkeit zuteil werden. Schon seit 1930 bemühen sich internationale Automobilvereinigungen um das Zustandekommen dieses Projektes. Die geplante Trans-Europastraße London-Istanbul läuft von London über Calais, Köln, Würzburg, Regensburg. Wien, Budapest. Hier teilt sich die Strecke in zwei Linien, die eine geht über Belgrad, Adrianopel nach Istanbul, die andere über Bukarest, Konstanza und das Schwarze Meer zum gleichen Ziel. Der Ausbau dieser Verbindungen soll nach Richtlinien geschehen, die später für das übrige Netz angewendet werden können. Zur Erörterung standen die Straßenbau-, Zoll- und Verkehrsfragen. Straßenbau Die Konferenz legt nur die Mindestforderungen, denen die Straßen genügen sollen, fest, denn Einheitlichkeit im Bau der Strecken ist unmöglich, da dieser durch die Verschiedenartigkeit der zu durchlaufenden Gebiete, ihrer Verkehrsart und -stärke und ihre wirtschaftlichen Verhältnisse bedingt ist. Die von der Konferenz angenommenen Entschlüsse betreffen: a) Linienführung: Sie soll zwischen Hauptorten nach Möglichkeit gerade sein. b) Kurven: Krümmungshalbmesser nicht unter 300 m, eher größer, zwischen Krümmungen im entgegengesetzten Sinn soll eine gerade Strecke eingelegt sein c) Längsneigung: Im ebenen bis mäßig hügeligen Gelände soll das Neigungshöchstmaß bis 5% dagegen im hügeligen bis bergigen bis 10% betragen. d) Querprofil: Bei Geraden und Kurven über 500 m Halbmesser sollen die Querneigungen je nach dem Deckenbaustoff 2 bis 3% betragen. Ueberhöhungen bei Kurven unter 500 m Radius, außerdem bei Halbmessern unter 300 m zusätzliche Verbreiterung der Straßen. Mindestmaß für Straßenbreite 6 m, möglichst aber 8,5 bis 9 m. Bei starkem Verkehr in beiden Richtungen sollen die Fahrbahnen getrennt werden. Für spätere Verbreiterung der Straßen, Anlegen von widerstandsfähigen Banketten auf ungefähr 2 m Breite am Straßenrand. Gehwege und Radfahrwege werden in der Nähe von Städten angelegt. e) Kunstbauten sind derart anzulegen, daß spätere Erweiterungen der Straßen vorgenommen werden können Zoll Verkehr und Zeichensetzung In Budapest wird ein ständiges Komitee zur Förderung der Straße gebildet. Jedes beteiligte Land soll hierzu einen offiziellen Vertreter entsenden. Dieses Komitee soll bis zur Fertigstellung der Straße nach Istanbul bestehen bleiben. Während der Konferenztage wurde die fertiggestellte Strecke zwischen Budapest und der südslawischen Grenze besichtigt. Die Decken der Straßen bestehen aus Zementbeton, Asphaltbeton, Klinker- und Kleinpflaster. Die neue Strecke hat eine Breite von 6 m. |
| zuletzt geändert: 18.02.2003
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