Beginn
des Autobahnbaus
in Österreich
(1938 - 1942) |

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| Heute noch
bestehende Relikte der "Reichsautobahnen" in Österreich |
| Nahezu alle bis 1942
begonnenen Bauwerke der "Reichsautobahnen" wurden später bei
der Fertigstellung der Autobahnen verwendet und erfuhren seitdem viele
Veränderungen. Dort, wo Trassenänderungen erfolgten, haben sich einige heute seltsam anmutende
Relikte erhalten. |
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1. Aiterbachtal bei Sattledt, Oberösterreich |
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Im
Aiterbachtal (Gemeindegebiet Sattledt) wurden beim Voralpenkreuz
beginnend Richtung
Norden auf etwa
3 km Länge umfangreichere Bauarbeiten zur RAB-Strecke Passau-Graz durchgeführt. Nach Verschwenkung der Strecke
für die A8 ("Welser Westspange") auf den
Westhang der Tales blieben Teile der alten Trasse weiterhin erhalten. |
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Brückenruine der
Strecke Passau-Graz an der Landesstraße Sattledt-Lambach (L537) im
Aiterbachtal (etwa 2 km nördlich des Voralpenkreuzes). Auf Plänen
vom Juli 1939 ist nur der Bau einer 9 m breiten Autostraße
vorgesehen. Dies wurde offenbar bald danach zugunsten einer voll
ausgebauten Autobahn geändert, wie die Brückenmaße
(Außenmaß 26,5 m) zeigen.
Hier war auch die Anschlussstelle "Kremsmünster"
vorgesehen.
Im Hintergrund ist die Baustelle der A8 ("Welser Westspange") zu
erkennen (am 24.08.2003 eröffnet). |
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Auf der
Autobahntrasse im Bereich der Anschlussstelle
"Kremsmünster" wurde nur in geringem Ausmaß Erdreich
abgelagert. Es sollte ein etwa 4 m hoher Damm entstehen. |
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Trasse mit
Durchlass für die westliche Auf-/Abfahrt der Anschlussstelle "Kremsmünster". Die Breite
der Trasse am Durchlass beträgt 28 m. Nach der Topografie wäre darüber eine Dammschüttung
von etwa 3 m notwendig gewesen. |
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Etwas
weiter nördlich: Die Autobahntrasse verläuft zwischen der Böschung
rechts und der Buschreihe in Mitte links. Links davon wurde nur
Erdaushub abgelagert, wodurch eine Terrasse entstand. Der Einschnitt
für die Autobahn diente über längere Zeit als Deponie für Aushub und
Bauschutt. |
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Grob
vorbereitete Autobahntrasse weiter nördlich: Das wenige abgelagerte
Schüttmaterial ist heute mit Schilf bewachsen.
Die im Juli 1939 geplante Trasse schwenkt hier etwas nach links, um
den Aiterbach zu überqueren. Am gegenüber liegenden Talhang wird
die heutige Autobahntrasse wieder erreicht. Für die
vorgesehene Brücke über den Bach erfolgten keinerlei Vorarbeiten. |
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Fast
fertiger Autobahndamm
im Aiterbachtal südlich der Brückenruine [1]. Ganz rechts befindet sich ein
gemauerter Durchlass. |
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Die alte
Autobahntrasse war seit 1942 großteils sich selbst überlassen. Es
entstand hier ein schützenswertes Biotop. Unmittelbar nach der
Abzweigung der neuen Trasse der "Welser Westspange" (A8)
von der alten RAB-Trasse wurde 2000 ein Feuchtbiotop angelegt. |
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2. Haslau bei Mondsee, Oberösterreich |
Im Salzkammergut (etwa
zwischen der Raststation Mondsee und der Anschlussstelle St. Georgen im
Attergau) sollte die Autobahn nach den Plänen der "Reichsautobahnen"
gegenüber heute weiter östlich geführt werden. Ein Verlauf der Autobahn hoch
über dem Ostufer des Attersees sollte den Autofahrern eine ähnlich
eindrucksvolle Landschaftskulisse bieten wie am Mondsee.
Nach der Wiederaufnahme der 1942 eingestellten Bauarbeiten wurde aus
geologischen Gründen der Verlauf der Autobahn nach Westen in das Tal der
Wangauer Ache verlegt. |

Dieser Waldstreifen unweit der Ortschaft Haslau (Gemeinde Oberwang) lässt
heute kaum noch vermuten, dass es sich um den Rest einer Autobahntrasse
handelt... |
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...wenn da nicht dieser
Wasserdurchlass wäre. |
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Er führt durch eine
hohe Dammschüttung, welche allerdings weniger als 200 m lang ist. |
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Der Wasserdurchlass von
der Nordseite. |
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Weiter östlich beträgt
die Höhe des Autobahndammes nur mehr etwa 2 m. Hier wird der Damm
durch einen landwirtschaftliche Zufahrtsweg unterbrochen. |
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Etwas weiter östlich
sollte der Damm in einen Einschnitt übergehen. Auf der planierten
Fläche befindet sich Wald und ein Wochenendhaus. |
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Nach Osten läuft die
Autobahntrasse in einem immer schmäler werdenden Graben aus. Hier
wurde offensichtlich das Material für die Dammschüttung weiter
westlich gewonnen. |
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Etwa 100 m westlich der
Dammschüttung wurde für einen kleinen Bachlauf und die
Zufahrtsstraße nach Haslau mit dem Bau einer Unterführung begonnen. |
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Das Bauwerk ist heute
mit Gebüsch stark verwachsen. |
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Das Innere der
Unterführung mit einem betonierten Gerinne für einen kleinen Bach,
der unmittelbar daneben vorbei fließt. |
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Vom Gewölbe wurde nur
der Mittelteil in einer Länge von etwa 20 m in Beton ausgeführt. Für
die beidseitigen Gewölbeteile, welche offenbar aus Granitsteinen
gemauert werden sollten, wurden nur die Fundamente errichtet. |
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| 3. Zwischen Alland und
Heiligenkreuz bei Wien, Niederösterreich |
| Knapp südlich des Klosters
Heiligenkreuz im Wienerwald stand bis vor einigen Jahren ein begonnener Brückenpfeiler für
den Talübergang Sattelbach. Beiderseits der Brückenbaustelle wurden auch
umfangreiche
Planierungen auf etwa 3 km Länge durchgeführt. Die Anfang der 1980er-Jahre in diesem Bereich
gebaute A21 verläuft auf einer anderen, etwa 2 km nördlich verlaufenden
Trasse. Der Pfeiler wurde mittlerweile abgetragen. Die Trassierung im
Gelände ist an jenen Stellen noch sichtbar, welche heute wieder mit Wald
bedeckt sind (z.B. beiderseits der B11 etwa 750 m östlich der Anschlussstelle Mayerling - an der Nordseite der Straße steht hier ein Wegkreuz). |
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zuletzt
geändert: 18.01.2007
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