H E L F F
Flugzeugbau
FLUGHANDBUCH
FÜR DAS ULTRALEICHTFLUGZEUG
„ALBATROS 52"
Werknummer: 109
Baujahr: 1988
Kennzeichen: D – MABN
Halter: Wilhelm ENZENHOFER
Betriebstüchtigkeitsnachweis Nr: 028-009
Kennblattnummer: 61028
Dieses Handbuch ist an Bord mitzuführen!
HERSTELLER: Firma HELFF G.m.b.H & Co.
Flugzeugbau KG
Richard-Klinger-Strasse 15
D-6270 IDSTEIN
HELFF Flugzeugbau
Flughandbuch „ALATROS" Blatt 2
Berichtigungsstand des Handbuches
| Lfd.Nr. | Benennung | Seite | Datum | Unterschrift |
| 1 | Meldung technische Störungen |
23 | 10-01-04 |
|




Vorbemerkung:
Dieses UL – Flugzeug entspricht den Bauvorschriften für Ultraleichtflugzeuge (BFU)
Beim Betrieb des Flugzeuges muss die
(NFL I-96-97/82)
Zum Fliegen dieses Flugzeuges ist ein Befähigungsnachweis erforderlich:
Jeder Pilot muss mit den spezifischen Eigenarten von UL- Geräten vertraut sein. Die Handhabung am Boden und in der Luft ist z.T. anders als bei konventionellen Flugzeugen.
UL – Motoren sind keine Flugmotoren, der Flugweg muss immer so gewählt werden, dass eine Landung bei Motorausfall gefahrlos möglich ist.
Der Albatros ist aufgrund seiner verhältnismäßig harmlosen Flugeigenschaften gut für Einweisung und Schulung geeignet.
1. Betriebswerte und Grenzen
Fluggeschwindigkeiten:
Höchstzulässige Geschwindigkeit: 115 km/h
Massen:
Rüstmasse: (siehe letztes Wägeblatt) kg
Höchstzulässige Flugmasse: 358 kg
Zuladung auf den Sitzen: max. 180 kg
Die max. Zuladung ist entsprechend dem letzten
Wägeblatt ist zu beachten.
Lastvielfache:
Höchstzulässiges positives Lastvielfaches: +4
Höchstzulässiges negatives Lastvielfaches: - 2
Schwerpunktlage im Fluge:
Flugzeuglage: Leitwerksträgerrohr + 3º
Bezugsebene: Flügelvorderkante
Höchstzul. Vorlage Xs=29%=523mm hinter Flügelvorderkante
Höchstzul. Rücklage Xs=37%=641mm hinter Flügelvorderkante
Fahrtmessermarkierung:
Grüner Strich: 45 – 115 km/h
Roter Strich bei. 115 km/h
Motordrehzahlen:
Bei Luftschraube D = 1,8 m , Steigung 10 cm
Höchstzulässige Drehzahl im Horizontalflug: N = 2100 1/min
Dabei Motordrehzahl: N = 5900 1/min
3. Hinweise zur Bedienung des Motors
Bei dem Motor handelt es sich um einen 2- Zylinder 2 –Takt Reihenmotor mit Wasserkühlung
Das Durchdrehen der Luftschraube von Hand darf nur bei abgezogenem Kerzenstecker erfolgen.
Kraftstoff: Tankstellenbenzin 95 Oktan
1 : 50 mit Zweitaktöl gemischt.
Anlassen: 1. Kraftstoffpumpe ein
2. Gashebel Leerlauf
3. Luftklappe (Choke) ein
4. Zündung ein
5. Luftschraube frei
6. Bereich vor Flugzeug frei
7. Startknopf drücken
8. Nach Anspringen des Motors
zügig Gas geben und Luftklappe
( Choke) langsam bis aus
Sollte der Motor nicht sofort anspringen, Anlassvorgang mehrmals mit kurzen Pausen wiederholen.
Bei ersoffenen Motor Zündkerzen ausbauen und trocknen.
Auch bei warmen Motor mit Choke oder ¼ Gas anlassen.
Zweitaktmotoren brauchen nur eine kurze Warmlaufzeit (ca1.min.)
Durch die Anordnung mit Zugpropeller treten keine Kühlprobleme auf.
4. Hinweise zum Flugbetrieb:
a) Rollen am Boden:
Beim Anlassen des Motors mit Bremsklötze oder Bremse das Losrollen verhindern
Auf Asphalt oder Beton beschleunigt das Flugzeug schon bei Leerlaufschub, insbesondere bei Rückenwind.
Die Bugradsteuerung wirkt sehr gut und Sinnrichtig
(Pedal rechts: Rollen nach rechts)
Das Rollen stellt kein Problem dar.
Der Wenderadius ist sehr klein, durch das breite Fahrwerk besteht jedoch keine Gefahr, in Kurven umzukippen.
Auch bei Seitenwind lässt sich das Flugzeug präzise rollen.
Bei Rollen mit Rückenwind Knüppel in Neutralstellung festhalten.
b) Start und Steigflug
Wenn Startbahn und Anflug frei – In Startposition rollen
Langsam Vollgas geben
Bei Vollgas fangen die Blattspitzen des Propellers an, harte Geräusche zu erzeugen.
Nach dem Losrollen Knüppel leicht gezogen halten
Bei ca.25 km/h lässt sich das Bugrad abheben.
Das Flugzeug hebt bei ca. 45 km/h im Bodeneffekt alleine ab, Knüppel nachlassen und im flachen Steigflug Fahrt auf ca.60 km/h aufholen.
Dann mit 55 bis 60 km/h weiter steigen.
Bei sehr ruhigen Wetter und nach ausreichender Erfahrung kann auch mit 50 km/h gestiegen werden. Bei dieser Geschwindigkeit steigt das Flugzeug am besten.
Wenn irgend möglich, gegen den Wind starten.
Max. Seitenwindkomponente beim Start: 15 km/h
c) Reiseflug
Die Überziehgeschwindigkeit liegt für 358 kg Flugmasse bei
45 km/h.
Das Überziehen kündigt sich durch ein Schütteln im Höhensteuer bei ca. 48 km/h an. Die Ruder werden „weich", bleiben aber wirksam. Das Querruder wirkt im Langsamflug gut, man kann Korrekturen der Richtung und der Schräglage vornehmen.
Beim Überziehen aus dem Geradeausflug kippt das Flugzeug weich nach vorne ab. Der Höhenverlust beträgt ca. 25 Meter.
Bei Turbulenzen kann das Flugzeug über den Flügel abkippen.
Das Abkippen lässt sich mit dem Seitenruder stoppen.
Der Höhenverlust ist gering. ( ca. 20 m)
In Bodennähe kann jedoch ein solches Abkippen sehr gefährlich werden. Deshalb sollte bei Turbulenz in Bodennähe nicht unter
60 km/h geflogen werden.
Wegen der sehr engen Kurvenradien kommt es zu großen Geschwindigkeitsunterschieden zwischen Innen- und Außenflügel.
Das hat erhebliche Wenderollmomente zur Folge.
Bei 30 o Schräglage ist bereits ein deutliches „Abstützen" mit dem Querruder erforderlich. Kurven mit mehr als 45 o Schräglage sind nicht mehr sinnvoll und zulässig
Der Albatros hat ein geringes negatives Wendemoment.
Trotzdem sollten Richtungsänderungen mit Seiten- und Querruder geflogen werden.
Die maximale Geschwindigkeit von 110 km/h darf unter keinen Umständen überschritten werden.
Bei Turbulenz ist Abstand von dieser Geschwindigkeit zu halten.
Bei starker Thermik ausreichend Abstand von den Wolken halten um nicht hineingesaugt zu werden.
Treibstoffverbrauch im Reiseflug bei 65 km/h ca.8.5 l/h.
d) Landeanflug und Landung
Die Landung sollte wenn möglich gegen den Wind erfolgen.
Im Landeanflug hoch anfliegen.
Bei Leerlauf ist der Anflugwinkel sehr steil. Die Fahrt bei 60 km/h halten, min. sinken – einsitzig: 1,6m/s
Normalerweise wird mit etwas Leistung angeflogen.
Die Fahr erst dicht über dem Boden abbauen ( Gas in ca. 1m Höhe ganz heraus.).
Überfliegen von Hindernissen im Landeanflug vermeiden.
e) Fliegen bei stehendem Triebwerk:
vor dem Abstellen Motor bei Teillast abkühlen lassen. Dann Leerlauf und Zündung aus. Die Luftschraube bleibt nach einigen Umdrehungen stehen.
50 km/h ist bezüglich Gleiten und Sinken eine günstige Geschwindigkeit.
Beim Überziehen ist das Schütteln im Höhenruder noch vorhanden, aber nicht mehr so ausgeprägt wie im Motorflug.
Die Überziehgeschwindigkeit liegt bei 40 – 45 km/h
Bei der Landung mit stehendem Triebwerk muss mit 60 km/h steil angeflogen werden. Abfangen erst kurz vor dem Boden.
Anlassen im Fluge ist leicht möglich.
Zündung ein, etwas Gas, Anlasser drücken.
Das Anlaufen des Propellers wird durch den Fahrtwind unterstützt.
f) Notverfahren
I: Abkippen infolge zu geringer Fahrt:
II: Ausfall der Höhensteuerung:
III: Ausfall der Quersteuerung:
Nur mit Seitenruder über Schieberollmoment steuern.
IV: Ausfall Seitensteuer
V: Motorausfall:
VI: Vergaserbrand:
Kraftstoffhahn zu, Vollgas, Schiebeflug, Notlandung.
5) Mindestausrüstung:
- Anschnallgurt
- Fahrtmesser 30 – 110 km/h
- Höhenmesser
- Kompass
- Datenschild
- Checkliste vor dem Start
- Kraftstoffanzeige ( Durchsichtiger Tank)
- Rettungssystem
6) Einstelldaten:
7) Datenschild und Checkliste:
Geschwindigkeiten
Überziehgeschwindigkeit 45 km/h
Höchstzul. Geschwindigkeit 115 km/h
Max Windgeschwindigkeit für den Betrieb:
Bei gleichmäßigem Wind 35 km/h
Zuladung
max: 210 kg
min: 60 kg
Dieses Flugzeug unterliegt nicht der Zulassungspflicht gemäß Prüfordnung für Luftfahrtgerät oder Luft V20.
Die Benutzung geschieht auf eigene Gefahr.
Hersteller: Fa.Helff G.m.b.H & Co Flugzeugbau KG
Werk Nr: 109
BTN Nr: 61028
Baujahr: 1988
Leergewicht: 167 kg
Checkliste vor dem Start:
9)Rettungsgerät:
Das Rettungsgerät muss in periodischen Abständen überprüft und der Fallschirm neu gepackt werden.
Der Fallschirm muss unbedingt vor Feuchtigkeit geschützt werden.
Sollte er nass geworden sein, so muss er gelüftet und neu gepackt werden.
Die Rakete hat eine Zeitbegrenzung für den Gebrauch.
Befestigung des Schirms am Flugzeug vor jedem Flug prüfen.
Genauso die Freigängigkeit des Zugseils der Rakete zum Schirm.
Das Rettungsgerät bietet auch in geringen Höhen gute Rettungsmöglichkeit.
Im Notfall sollte es in jedem Fall – Unabhängig von der Höhe – Betätigt werden.
Wenn das Gerät und der Pilot am Schirm hängen, Motor über Zündung ausschalten.
Vor dem Aufsetzen: Am Mittelrohr festhalten und sich etwas hochziehen. Alle Muskeln anspannen.
Nach dem Aufsetzen: Losschnallen, Gerät sofort verlassen.
10) Flugleistungen
11) Tägliche Kontrolle
Vor Beginn des Flugbetriebs muss der verantwortliche Luftfahrzeugführer eine Sichtprüfung des Flugzeugs durchführen.
Befestigung des Motors
Fahrwerk:
Linker Flügel:
Leitwerksträger und Streben:
Leitwerk
Rechter Flügel
Wie linker Flügel
Flügelstreben und Knickstreben
Steuerung im Führungsraum
Instrumente
12) Wartung und Pflege