Defiant-Class



Kategorie:      Eskortschiff
Indienststellung:                                        2370
Prototyp:       USS Defiant NX-74205
Status:       Produktion läuft-Schiffe im Dienst
Länge:   171,5 Meter
Breite:   143,11 Meter
Höhe:    29,5 Meter
Decks:    4 +1Warpdeck
Besatzung:   47 (Offiziere+Crew)
maxim.Kapazität:                                       150

USS Defiant    NX- 74205    Defiant-Class    zerstört
USS Defiant   NCC-74205    Defiant-Class    im Dienst
U.S.S. Valiant    NCC-74210    Defiant-Class     zerstört

Allgemeine Informationen

Nachdem die Besatzung der USS Enterprise 2365 auf die Borg getroffen war, eine potentiell tödliche Gefahr für die Föderation, richtete die Sternenflotte einen Krisenstab ein, der an Abwehrmöglichkeiten arbeiten sollte. Unter anderem schlug dieser Krisenstab den Bau eines reinen Kriegsschiffes vor, bei dem auf alle für den Kampf unnötigen Elemente verzichtet werden sollte. Das Projekt wurde "Defiant-Projekt" genannt und ging an die Utopia Planetia Werften auf dem Mars. Dort wurden verschiedene Designs in Betracht gezogen. Doch da man schon in wenigen Jahren mit einem Angriff rechnen musste, kam nur ein relativ kleines Schiff in Frage, das schnell zu bauen war. Schließlich entschied man sich für ein sehr unkonventionelles Design. Die Defiant-Klasse unterscheidet sich grundlegend von den meisten Sternenflotten-Schiffen. Die Warpgondeln sind nicht durch Pylone mit dem Schiff verbunden, sondern wie bei der Steamrunner-Klasse direkt in die Schiffshülle integriert. Man verzichtete bei der Defiant auch auf eine Teilung in Untertassen- und Antriebssektion, das Schiff besteht nur aus einem einzigen, annähernd elliptischen Grundkörper. Die Defiant-Schiffe haben Landestützen, aber sie sind im Normalfall nicht zur Landung auf einem Planeten fähig. Dafür können sie dank ihrer geringen Größe in größeren Hangars auf einer Sternenbasis landen, was Wartungs- und Reparaturarbeiten extrem vereinfacht. Die Defiant-Schiffe sind stark bewaffnet, unter anderem enthalten sie die neuentwickelten Quanten-Torpedos, aber auch herkömmliche Photonentorpedos und die ebenfalls neuen Pulsphaser-Kanonen. Aufgrund der geringen Größe und der starken Energie- und Triebwerkssysteme sind die Defiant-Schiffe extrem manövrierfähig, sowohl bei Warp- als auch bei Impulsgeschwindigkeit. Zwar gibt es schnellere Schiffe als die Defiant, aber kein anderes Sternenflotten-Schiff kann es mit der Manövrierfähigkeit dieser Klasse aufnehmen. Ein weiterer Vorteil ist die große Automatisierung. Mit einer Crew von nur zwölf Leuten ist ein Defiant-Schiff noch voll einsatzfähig, eine einzelne Person kann das Schiff mit Abstrichen bei der Gefechtsbereitschaft auch allein fliegen. 2367 kam es zur Schlacht von Wolf 359, doch vom Prototyp der Defiant-Klasse war noch nicht einmal der Raumrahmen fertig, das Schiff konnte in den Kampf nicht eingreifen. Nach dieser Krise wurde unter Hochdruck an der Defiant-Klasse weitergearbeitet, doch die Kräfte der Sternenflotte richteten sich auch auf die Ersetzung der verluste von Wolf 359. Weitere Schiffe dieser Klasse wurden in Auftrag gegeben. 2368 trat die USS Defiant ihren ersten Probeflug an, dabei wurden massive Probleme mit dem strukturellen Integritdtsfeld und den Energie-Systemen des Schiffes gefunden. Für ihre geringe Größe waren die Defiant-Schiffe einfach mit zu großen Kapazitäten ausgestattet. Beim ersten Test der Antriebssysteme riß es den Prototypen fast auseinander. Nach weiteren Dockaufenthalten und Testflügen wurden noch diverse Mängel gefunden, und nachdem über ein Jahr nach Wolf 359 immer noch kein weiterer Angriff der Borg erfolgt war, verlagerte die Sternenflotte ihr Interesse auf die neue Sovereign-Klasse. viel von dem, was an Waffen-Technik für die Defiant-Klasse entwickelt worden war, wurde nun in die Sovereign-Schiffe eingebaut, vor allem die Quanten-Torpedos. Andererseits wurden aber Neuerungen der Sovereign-Klasse, wie etwa die Bioneutralen Gellpacks, nicht in die Defiant-Klasse übernommen. Zum einen wollte man sich bei diesen Schiffen voll und ganz auf bewährte Technik verlassen können (ausgenommen die Waffen-Technik), zum anderen stand das Defiant-Projekt schon kurz vor der Einstellung. Diese erfolgte dann Anfang 2369 tatsächlich, da ein reines Kriegsschiff trotz all seines Potentials nicht zum Image der Sternenflotte passte. Der Prototyp sowie die schon begonnenen Raumrahmen der restlichen Schiffe wurden an die Antares-Werften im Bajor-Sektor überstellt, wo sie eingelagert wurden. 2370 tauchte eine neue Gefahr auf, das Dominion. Über das bajoranische Wurmloch hatte diese Macht aus dem Gamma-Quadranten Zugang zum Gebiet der Föderation, und sie hatte sich spätestens mit der Vernichtung der USS Odyssey als feindselig erwiesen. Commander Benjamin Sisko, der 2367 auf Utopia Planetia an der Konstruktion der Defiant beteiligt war, wandte sich daraufhin an die Sternenflotte. Auf seinen Wunsch hin wurde die USS Defiant reaktiviert und in einem knappen Monat von der Antares Werft betriebsbereit gemacht. Zu den Änderungen zahlte auch der Einbau einer romulanischen Tarnvorrichtung, die das romulanische Imperium im Austausch für alle Informationen über das Dominion zur Verfügung gestellt hatte. Danach wurde der Prototyp der Defiant-Klasse auf DS9 stationiert. Wdhrend des ersten Fluges in den Gamma-Quadaranten erwies sich die Tarnvorrichtung als wenig effektiv, das Schiff wurde von Jem'Hadar geentert. Doch in den ndchsten Wochen und Monaten arbeitete die Crew von DS9 unter der Leitung von Chief Miles O'Brien intensiv daran, die Systeme der Defiant zu verbessern und zu rekalibrieren. Dabei zeigte sich, daß in der Defiant-Klasse wesentlich mehr Potential steckte als man nach den ersten Testflügen angenommen hatte. Die Sternenflotte, die durch den Krieg mit den Klingonen und den sich abzeichnenden Krieg gegen das Dominion erneut Interesse an einem schlagkräftigen Kriegsschiff hatte, befahl 2372 die Fertigstellung weiterer Schiffe der Defiant-Klasse, darunter die USS Valiant Aufgrund der kurzen Bauzeit standen diese Schiffe 2373 bei Kriegsausbruch zur Verfügung. Die anfänglichen Probleme (z.B. mit der strukturellen Integrität bei hohen Geschwindigkeiten), die beim Prototyp in langwierigen Feldstudien behoben worden waren, hatte man hier von vornherein weitgehend Vermieden. Im Gegenteil zum Prototypen enthalten die anderen Defiant-Schiffe keine Tarnvorrichtung. Offiziell wurde die Klasse als Eskortschiff in Dienst gestellt, inoffiziell sind es Kriegsschiffe. Da die Defiant-Schiffe wenig Ausrüstung und vorräte mit sich führen, sind sie im besonderen Maße auf die Unterstützung durch Sternenbasen angewiesen und nicht für Langzeit-Missionen geeignet. Oft werden sie Sternenbasen direkt zugeteilt, was auch für die Crew von vorteil ist, die so häufiger die beengten verhdltnisse des Schiffes verlassen kann. Die Defiant-Schiffe leisten nun einen wertvollen Beitrag zur Verteidigung der Föderation. Da sie leicht und schnell zu bauen sind, werden wohl in den nächsten Jahren noch Viele Schiffe dieser Klasse in Dienst gestellt werden. Auf dem militärischen Sektor sind die Defiant-Schiffe längst beherrschend geworden. Oft genug hat die USS Defiant größere Flottenverbände als Flaggschiff angeführt und ihr Nachfolger, die Defiant-A, ist das erste Sternenflotten-Schiff, dessen Schilde gegen die neue Breen-Waffe resistent sind. Benannt nach dem englischen Wort für "herausfordernd". Defiant war ein typischer Schiffsname in der alten, britischen Marine. Auch ein Starfleet-Schiff hatte diesen Namen schon getragen, die 2268 zerstörte USS Defiant Der Name soll dieses Schiff ehren, aber er bezieht sich auch auf die ursprüngliche Mission der Defiant-Klasse: Gegen ein mehrere dutzend Mal größeres Borg-Schiff anzutreten, ist wirklich eine Herausforderung.


Technische Details:

Bewaffnung

Phaser: 4 Pulsephaser-Kanonen, je 2 vorne an beiden Warpgondeln, werden direkt vom Antriebsplasma gespeist 3 Typ-X Phaserbänke: am Brückenmodul, vorne am Navigationsdeflektor, am unteren Heck

Torpedos: 10 Katapulte, zwei hinten neben Impulstriebwerken, je vier an den vorderen Seiten des Schiffes, sowohl für Photonen- als auch für Quantentorpedos geeignet, meist werden die beiden oberen, vorderen Katapulte für Quantentorpedos benutzt, Reichweite: 4.200.000 km Defensiv-Systeme

Schilde: Selbstmodulierendes Schildsystem mit metaphasischer Modifizierung, 12 Schildgeneratoren, je 384 MW Leistung, bis zu 7 Generatoren können gleichzeitig verwendet werden

Panzerung: doppelte Duranium/Tritanium-Hülle plus 20 cm hoher ablativer Panzer

Energiequelle: Materie-Antimaterie-Reaktor:Deuterium und Anti-Deuterium reagieren in einem Dilithiumkristall, Energie wird über EPS (Elektro-Plasma-System) im Schiff verteilt Fusionsreaktoren Teil des Impulsantriebes, versorgen das Schiff mit Reserveenergie

Antrieb: Warpantrieb Materie-Antimaterie-Reaktor, 2 Gondeln sind beidseits des Schiffes in die Hülle integriert Normale Reisegeschwindigkeit: Warp 7 Maximale Reisegeschwindigkeit: Warp 9,4 Maximale Notfallgeschwindigkeit: Warp 9,96 für 12 Stunden Impulsantrieb gespeist von Fusionsreaktoren, 3 Antriebseinheiten am Heck, max. 0,75c, normale Sublichtgeschwindigkeit: 0,25c

Transporter: Standard 1 [Deck 1] Notfall 1 Fracht 1 [Deck 3]

Beiboote: Shuttles Haupt-Shuttlerampe auf Deck 3 und 4 (im Zentral-Ring), Hangar öffnet sich nach unten, 1 Typ-10 Personen-Shuttle 2 kleine Shuttlehangars auf Deck 4 (zwischen Warpgondeln und Schiffsmitte), je ein Shuttlepod Typ 13 (Kurzstrecken-Warpshuttle)

Sensoren: Langstreckensensoren hinter der Deflektorscheibe,

Reichweite: 5 Lj (hochauflösend), 17 Lj (niedrige Auflösung) Laterale Sensoren 2 Sensorpaletten befinden sich auf der oberen Hülle, 2 Paletten unten neben dem Haupt-Shuttlehangar, kleinere Paletten an anderen Hüllenteilen

Traktorstrahl: ein Emitter an der Oberseite des Schiffes, am Brückenmodul; zweiter Emitter unten am Heck

Tarnvorrichtung: Der Prototyp der Defiant-Klasse enthielt als einziges Sternenflotten-Schiff eine Tarnvorrichtung. Dies stellt normalerweise einen verstoß gegen den vertrag von Algeron dar, die Romulaner hatten die Tarnvorrichtung aber 2370 der Föderation übergeben. Der Handel sah vor, daß die Tarnvorrichtung nur im Gamma-Quadranten verwendet werden sollte, um tiefer in das Territorium des Dominions fliegen zu können. Dafür sollten die Romulaner alle Informationen über das Dominion erhalten, sie selbst hatten keinen unmittelbaren Zugang zum bajoranischen Wurmloch und konnten sich deshalb nicht selbst ein Bild von diesem neuen Feind machen. Bei ihrem ersten Einsatz wurde die USS Defiant von der Romulanerin T'Rul begleitet, die die Funktionen der Tarnvorrichtung überwachte. Nach einigen Wochen wurde Subcommander T'Rul allerdings ins Romulanische Reich zurückbeordert. Nachdem 2373 das Dominion dem Alpha-Quadranten offiziell den Krieg erklärt hatte, wurde die vereinbarung modifiziert. Die Defiant setzte ihre Tarnvorrichtung nun des öfteren auch im Alpha-Quadranten ein. Wenn die Tarnvorrichtung aktiviert ist, wird ein Großteil der Schiffsenergie in ihre Systeme geleitet. Das Licht auf der Brücke verdunkelt sich, die Waffen und Schutzschilde sind nicht einsatzfähig. Dafür ist die Defiant nun für alle Standard-Sensoren unsichtbar, auch bei hohen Warpgeschwindigkeiten. Lediglich ein konzentrieter Antiprotonen-Strahl kann den Tarnschirm durchdringen, wie es 2371 beim ersten Flug der Defiant in den Gamma-Quadranten der Fall war.

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