
Um Auszüge aus den Sanghbriefen zu lesen,
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Die nachstehenden Dokumentationzu verschiedenen Veranstaltungen
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Neu geboren werden
Da war auch ein junger Mann, Marokkaner, Moslem, den
die anderen für etwas einfältig, nicht sehr intelligent
hielten. Er bat mich, die Frage zu wiederholen, und ich vereinfachte
etwas: „Wo warst du vor der Geburt deiner Eltern?“ Er dachte scharf
nach und runzelte die Stirn. Dann plötzlich, nach einer langen
Zeit, rief er, fröhlich, erleuchtet: „Ich war mit Gott!“...Ich
fragte ihn: „Und wie war es?“ Er antwortete sofort: „Wir waren
Freunde!“ [mehr]
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Keisaku
Das Wichtigste und das Wesentliche im Gebrauch des Keisaku,
mehr als eine rituelle Geste und mehr als oberflächliche
und unwichtige Unterschiede im Geist und in der Art ihn zu geben,
ist der tiefe Austausch zwischen zwei unterschiedlichen und sich
ergänzenden Energien, den er grundsätzlich beinhaltet.
Diese gegenseitige Ergänzung und gleichzeitig diese Unterschiedlichkeit,
das ist es, was man verstehen, spüren und in Einklang bringen
muss.
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Das Leben
Das Sein ist ein großes Geheimnis. Wir
sind ständig
dazu verurteilt, uns darüber Fragen zu stellen. Wir haben
oft große Schwierigkeiten, das Geheimnis des Lebens, das
Geheimnis des Seins, das untrennbar mit dem Geheimnis der Zeit
verbunden ist, zu akzeptieren.
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Das Sein und
die Zeit
"Sein-Zeit", sagt Dôgen, "bedeutet, dass
die Zeit mit dem Sein vermengt ist. Alles Seiende ist von der
Zeit. Ihr müsst gelten lassen, dass jedes Ding und jedes
Wesen in dieser Welt von der Zeit sind. Kein Ding widersetzt sich
einem anderen, sowie keine Zeit sich einer anderen widersetzt."
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"Mokugyo"
wird mit zwei chinesischen Zeichen geschrieben, das erste
bedeutet Holz und das zweite Fisch. Es schaut sozusagen wie ein
großer Goldfisch aus. Es ist ein sehr bemerkenswertes Instrument,
das man in allen Zen-Klöstern
findet. Es wird zur Rhythmusangabe gebraucht, wenn man die Sutren
rezitiert, die "Unterweisungstexte". Den richtigen Rhythmus
zu finden ist wichtig im Leben, aus diesem Grund ist das Mokugyo
für alle eine wertvolle Hilfe.
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"Wir sind unsere
Sein-Zeit" (Dôgen)
"Betrachtet die Zeit nicht einfach als etwas das vergeht,
sagt er, denkt nicht, dass dies ihre einzige Funktion ist, zu
vergehen... Jedes Wesen in der ganzen Welt ist eine besondere
Zeit in einem einzigen Kontinuum. Und weil das Sein von der Zeit
ist, bin ich meine Sein-Zeit." [mehr]
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Zur reinen Quelle
zurückkehren
"Geh deinen Weg ohne dich um den Anfangs-und den Endpunkt
zu kümmern" sagte Meister Eckhart im XIV. Jahrhundert, und
er fügte hinzu : "Lebe ohne Warum". Sengoku Roshi, mein Zen-Meister,
sagte, das sei das schönste aller Koans.
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Mit seiner Seele
vertraut sein
"Zen praktizieren ist sich selbst erkennen. Sich selbst
erkennen ist sich selbst vergessen. Sich selbst vergessen ist
mit dem Universum eins sein." Das ist der Sinn des Sesshin. In
dieser Rückkehr zu den Ursprüngen unseres wahren Wesens
ist also zunächst viel Arbeit zur Identifikation zu leisten.
Wer sind wir? Ewige Frage, auf die wir absolut antworten müssen,
wenn wir auf dem Weg weiterkommen wollen. Dogen sagt, man muß
sich zuerst selbst vergessen, was uns betrifft, müssen wir
all unsere Vorurteile, Voreingenommenheiten, Illusionen begraben.
In den künstlichen Urteilen, die wir über uns selbst
fällen, die sich von Tag zu Tag ändern können,
gibt es in jede Richtung Übertreibungen. Bald sind wir beim
geringsten Scheitern unserer Vorhaben von einem wilden und ungerechten
Tadel gegen uns selbst und unsere Nächsten ergriffen, bald
flechten wir, beim geringsten Erfolg, Siegeskronen um unsere Stirn.
Wir leben nur in Abhängigkeit von unseren persönlichen
Erfolgen und Mißerfolgen. [mehr]
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Erneuerung
Wir müssen uns so erneuern, indem wir mit aller
Sorgfalt
in unserem genetischen Gedächtnis die Essenz unseres fundamentalen
Wesens und den Geist unserer jeweiligen Kultur bewahren. Wenn
etwas Wichtiges in uns auf natürliche Weise zu Ende geht,
muß es augenblicklich abgelöst und fortgesetzt werden.
Und so müssen wir jeden Tag selber sterben, um unserem wahren
Selbst besser zum Leben zu verhelfen.[mehr]
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Neu geboren werden 2
Wenn Bodhidharma im V. Jahrhundert Zen als "unabhängig
von
Texten und Worten, direkt in das Herz des Menschen gerichtet,
um ihn zum Erwachen zu bringen" definierte, drückte
er auf eine andere Weise dieselbe Notwendigkeit einer Rückkehr
zur ursprünglichen Unschuld aus. Der erwachte Zustand, von
dem er spricht, und von dem zahlreiche Meister nach ihm gesprochen
haben, das ist ganz jener des neugeborenen Kindes, das nichts
weiß, das nichts fragt, das nichts besitzt, das aber potentiell
die gesamte Weisheit des Universums besitzt.[mehr]
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Sich in Frage stellen
Haben wir nicht eine gewisse Trägheit, uns ausreichend
zu
befragen, wer wir sind und was wir tun? Sind wir nicht mehr oder
minder zustimmende Opfer einer Routine, die sich in unserem Leben
eingerichtet hat, ohne daß wir uns davor wirklich in acht
nehmen, und die schließlich den Sinn unserer Interdependenzen
und unsere Suche nach Einheit mit dem Universum zerstört?
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Das Licht der Seele
Haben wir nicht eine gewisse Trägheit, uns ausreichend zu
befragen, wer wir sind und was wir tun? Sind wir nicht mehr oder
minder zustimmende Opfer einer Routine, die sich in unserem Leben
eingerichtet hat, ohne daß wir uns davor wirklich in acht
nehmen, und die schließlich den Sinn unserer Interdependenzen
und unsere Suche nach Einheit mit dem Universum zerstört?
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Von der Bewunderung
Haben wir nicht eine gewisse Trägheit, uns ausreichend zu
befragen, wer wir sind und was wir tun? Sind wir nicht mehr oder
minder zustimmende Opfer einer Routine, die sich in unserem Leben
eingerichtet hat, ohne daß wir uns davor wirklich in acht
nehmen, und die schließlich den Sinn unserer Interdependenzen
und unsere Suche nach Einheit mit dem Universum zerstört?
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Das Zeitalter mit allen Gefahren
Die Träger die man mit "Medien" bezeichnet,
Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen, sollten, wie der Name schon sagt,
vermitteln. Sie sollten sich in den Dienst der Bestimmung des
Menschen stellen, der durch seine aufrechte Haltung bevorzugter
Vermittler zwischen den Symbolen des Himmels und der Erde ist.
Selten jedoch helfen sie ihm auf wirksame Weise in dieser Verwirklichung
der fundamentalen Einheit seines Körpers und seines Geistes.
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Nyoibo
Ich weiß, das dieser Stab nicht fallen wird. Als ich vor
einigen Jahren Karl Obermayer kennengelernt habe, habe ich sofort
verstanden, dass niemand besser als er diesem Zengeist, den mir
mein Zenmeister weitergegeben hatte, entsprach. Erinnern wir uns:
"Sie dürfen uns nicht nachahmen... Zen muß in Europa
europäisch sein... Sie müssen es immer wieder neu erschaffen,
ohne Kompliziertheit, ohne unnütze Zeremonien...."
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