Einladung zum Zen
Zazen im Zendo
Karl Obermayer
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Dokumentationen
  Neu geboren werden
  Keisaku
  Das Leben
  Das Sein und die Zeit
  Wir sind unsere Sein-Zeit
  Mokugyo
  Zur reinen Quelle zurückkehren
  Mit seiner Seele vertraut sein
  Erneuerung
  Neu geboren werden 2
  Sich in Frage stellen
  Das Licht der Seele
  Von der Bewunderung
  Das Zeitalter mit allen Gefahren
  Nyoibo
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Die nachstehenden Dokumentationzu verschiedenen Veranstaltungen stehen Ihnen auch zum •Download
als RFT-Datei (nur Text) zur Verfügung.

Neu geboren werden
Da war auch ein junger Mann, Marokkaner, Moslem, den die anderen für etwas einfältig, nicht sehr intelligent hielten. Er bat mich, die Frage zu wiederholen, und ich vereinfachte etwas: „Wo warst du vor der Geburt deiner Eltern?“ Er dachte scharf nach und runzelte die Stirn. Dann plötzlich, nach einer langen Zeit, rief er, fröhlich, erleuchtet: „Ich war mit Gott!“...Ich fragte ihn: „Und wie war es?“ Er antwortete sofort: „Wir waren Freunde!“ [mehr] •Download

Keisaku

Das Wichtigste und das Wesentliche im Gebrauch des Keisaku, mehr als eine rituelle Geste und mehr als oberflächliche und unwichtige Unterschiede im Geist und in der Art ihn zu geben, ist der tiefe Austausch zwischen zwei unterschiedlichen und sich ergänzenden Energien, den er grundsätzlich beinhaltet. Diese gegenseitige Ergänzung und gleichzeitig diese Unterschiedlichkeit, das ist es, was man verstehen, spüren und in Einklang bringen muss.
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Das Leben
Das Sein ist ein großes Geheimnis. Wir sind ständig
dazu verurteilt, uns darüber Fragen zu stellen. Wir haben oft große Schwierigkeiten, das Geheimnis des Lebens, das Geheimnis des Seins, das untrennbar mit dem Geheimnis der Zeit verbunden ist, zu akzeptieren.
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Das Sein und die Zeit
"Sein-Zeit", sagt Dôgen, "bedeutet, dass die Zeit mit dem Sein vermengt ist. Alles Seiende ist von der Zeit. Ihr müsst gelten lassen, dass jedes Ding und jedes Wesen in dieser Welt von der Zeit sind. Kein Ding widersetzt sich einem anderen, sowie keine Zeit sich einer anderen widersetzt."
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"Mokugyo" wird mit zwei chinesischen Zeichen geschrieben, das erste bedeutet Holz und das zweite Fisch. Es schaut sozusagen wie ein großer Goldfisch aus. Es ist ein sehr bemerkenswertes Instrument, das man in allen Zen-Klöstern
findet. Es wird zur Rhythmusangabe gebraucht, wenn man die Sutren rezitiert, die "Unterweisungstexte". Den richtigen Rhythmus zu finden ist wichtig im Leben, aus diesem Grund ist das Mokugyo für alle eine wertvolle Hilfe.
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"Wir sind unsere Sein-Zeit" (Dôgen)
"Betrachtet die Zeit nicht einfach als etwas das vergeht, sagt er, denkt nicht, dass dies ihre einzige Funktion ist, zu vergehen... Jedes Wesen in der ganzen Welt ist eine besondere Zeit in einem einzigen Kontinuum. Und weil das Sein von der Zeit ist, bin ich meine Sein-Zeit." [mehr] •Download

Zur reinen Quelle zurückkehren
"Geh deinen Weg ohne dich um den Anfangs-und den Endpunkt zu kümmern" sagte Meister Eckhart im XIV. Jahrhundert, und er fügte hinzu : "Lebe ohne Warum". Sengoku Roshi, mein Zen-Meister, sagte, das sei das schönste aller Koans.
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Mit seiner Seele vertraut sein
"Zen praktizieren ist sich selbst erkennen. Sich selbst erkennen ist sich selbst vergessen. Sich selbst vergessen ist mit dem Universum eins sein." Das ist der Sinn des Sesshin. In dieser Rückkehr zu den Ursprüngen unseres wahren Wesens ist also zunächst viel Arbeit zur Identifikation zu leisten. Wer sind wir? Ewige Frage, auf die wir absolut antworten müssen, wenn wir auf dem Weg weiterkommen wollen. Dogen sagt, man muß sich zuerst selbst vergessen, was uns betrifft, müssen wir all unsere Vorurteile, Voreingenommenheiten, Illusionen begraben. In den künstlichen Urteilen, die wir über uns selbst fällen, die sich von Tag zu Tag ändern können, gibt es in jede Richtung Übertreibungen. Bald sind wir beim geringsten Scheitern unserer Vorhaben von einem wilden und ungerechten Tadel gegen uns selbst und unsere Nächsten ergriffen, bald flechten wir, beim geringsten Erfolg, Siegeskronen um unsere Stirn. Wir leben nur in Abhängigkeit von unseren persönlichen Erfolgen und Mißerfolgen. [mehr] •Download

Erneuerung
Wir müssen uns so erneuern, indem wir mit aller Sorgfalt
in unserem genetischen Gedächtnis die Essenz unseres fundamentalen Wesens und den Geist unserer jeweiligen Kultur bewahren. Wenn etwas Wichtiges in uns auf natürliche Weise zu Ende geht, muß es augenblicklich abgelöst und fortgesetzt werden. Und so müssen wir jeden Tag selber sterben, um unserem wahren Selbst besser zum Leben zu verhelfen.[mehr] •Download

Neu geboren werden 2
Wenn Bodhidharma im V. Jahrhundert Zen als "unabhängig von
Texten und Worten, direkt in das Herz des Menschen gerichtet, um ihn zum Erwachen zu bringen" definierte, drückte er auf eine andere Weise dieselbe Notwendigkeit einer Rückkehr zur ursprünglichen Unschuld aus. Der erwachte Zustand, von dem er spricht, und von dem zahlreiche Meister nach ihm gesprochen haben, das ist ganz jener des neugeborenen Kindes, das nichts weiß, das nichts fragt, das nichts besitzt, das aber potentiell
die gesamte Weisheit des Universums besitzt.[mehr] •Download

Sich in Frage stellen
Haben wir nicht eine gewisse Trägheit, uns ausreichend zu
befragen, wer wir sind und was wir tun? Sind wir nicht mehr oder minder zustimmende Opfer einer Routine, die sich in unserem Leben eingerichtet hat, ohne daß wir uns davor wirklich in acht nehmen, und die schließlich den Sinn unserer Interdependenzen und unsere Suche nach Einheit mit dem Universum zerstört? [mehr] •Download

Das Licht der Seele

Haben wir nicht eine gewisse Trägheit, uns ausreichend zu
befragen, wer wir sind und was wir tun? Sind wir nicht mehr oder minder zustimmende Opfer einer Routine, die sich in unserem Leben eingerichtet hat, ohne daß wir uns davor wirklich in acht nehmen, und die schließlich den Sinn unserer Interdependenzen und unsere Suche nach Einheit mit dem Universum zerstört? [mehr] •Download

Von der Bewunderung

Haben wir nicht eine gewisse Trägheit, uns ausreichend zu
befragen, wer wir sind und was wir tun? Sind wir nicht mehr oder minder zustimmende Opfer einer Routine, die sich in unserem Leben eingerichtet hat, ohne daß wir uns davor wirklich in acht nehmen, und die schließlich den Sinn unserer Interdependenzen und unsere Suche nach Einheit mit dem Universum zerstört?
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Das Zeitalter mit allen Gefahren
Die Träger die man mit "Medien" bezeichnet, Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen, sollten, wie der Name schon sagt, vermitteln. Sie sollten sich in den Dienst der Bestimmung des Menschen stellen, der durch seine aufrechte Haltung bevorzugter Vermittler zwischen den Symbolen des Himmels und der Erde ist. Selten jedoch helfen sie ihm auf wirksame Weise in dieser Verwirklichung der fundamentalen Einheit seines Körpers und seines Geistes. [mehr] •Download

Nyoibo
I
ch weiß, das dieser Stab nicht fallen wird. Als ich vor einigen Jahren Karl Obermayer kennengelernt habe, habe ich sofort verstanden, dass niemand besser als er diesem Zengeist, den mir mein Zenmeister weitergegeben hatte, entsprach. Erinnern wir uns: "Sie dürfen uns nicht nachahmen... Zen muß in Europa europäisch sein... Sie müssen es immer wieder neu erschaffen, ohne Kompliziertheit, ohne unnütze Zeremonien...." [mehr] •Download

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