| Die Träger die man mit "Medien" bezeichnet, Zeitungen,
Rundfunk, Fernsehen, sollten, wie der Name schon sagt, vermitteln.
Sie sollten sich in den Dienst der Bestimmung des Menschen stellen,
der durch seine aufrechte Haltung bevorzugter Vermittler zwischen
den Symbolen des Himmels und der Erde ist. Selten jedoch helfen
sie ihm auf wirksame Weise in dieser Verwirklichung der fundamentalen
Einheit seines Körpers und seines Geistes. Viel zu oft ist
die Wahl der Nachrichten und ihre Darstellung von Sensationslust,
ja sogar von einem ungesunden Gefallen an Skandalen und Provokationen
bestimmt. So werden die seriösesten und brauchbarsten Informationen
durch das Spiel der Medien, die sie bekannt machen, zu destabilisierenden
Faktoren für unsere Gesellschaft.
Eine Zeitung mit hoher Auflage nimmt auf diese Weise einen sehr
seriösen Bericht der Weltgesundheitsorganisation über
zukünftige klimatische Veränderungen zum Vorwand, schwerwiegende
Bedrohungen für die Gesundheit des Menschen in den kommenden
Jahren anzukündigen: Wiederausbruch von alten Infektionskrankheiten,
die man ausgemerzt glaubte, Auftreten von neuen Krankheiten...
Es werden jede Menge anderer Katastrophen aufgezählt, natürliche,
physikalische, biologische, sozioökonomische..., denen wir
alle unausweichlich zum Opfer fallen werden. Aber sie sagt nichts
darüber aus, was man tun muß, damit die Menschheit
eine Chance zur Bewahrung vor diesen Unglücken hätte,
bis auf ein paar Worte: unsere CO2-Emissionen sollten verringert
werden. Nicht mehr !
Kein Wort über die Notwendigkeit für jeden von uns,
sich in Frage zu stellen, uns im Tiefsten unseres Selbst zu erforschen,
um unsere verlorene Einheit wiederzufinden, die Einheit von Körper
und Geist und unsere Einheit mit dem Universum, die gemeinsam
bedroht sind. Trotz all dieser Gefahren, die man uns mit sadistischer
Ergötzung beschreibt, erheben nur wenige die Stimme, um an
die Notwendigkeit eines tieferen, reicheren, lebendigeren inneren
Lebens zu erinnern. Im Gegenteil, man verhöhnt die älteren
Formen der Spiritualität, die man auf lächerliche Weise
überholt glaubt, und prangert manch fehlende Anpassung an
der Oberfläche an , ohne ihre wirklichen Werte zu erkennen
zu suchen.
Wenn wir jedoch einwilligten, uns Tag für Tag in der Gesamtheit
unseres Seins und in der fundamentalen Unschuld unseres Ursprungs
in Frage zu stellen, könnten wir vielleicht unsere wahre
Natur wiederentdecken, diese Einheit, zu der uns unsere Bestimmung
als Mensch aufruft, wiederfinden, und vor den Unheilen, die man
uns so gefällig vorhersagt, verschont bleiben.
In der Stille und in der Unbeweglichkeit, ohne Worte, ohne lärmende
Ankündigungen, durch die reine und einfache Praxis des Zen
vereint mit dem Erbe unserer spezifischen Spiritualität,
können wir diese innere Kraft finden, die die Gefahren meistern
und die Katastrophen , die man uns voraussagt, abwenden wird.
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